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02.09.2016

16:51 Uhr

Panne bei Jetblue

Airline verwechselt alleinreisende Kinder

Für allein fliegende Kinder bieten viele Fluglinien einen Begleitservice an – gegen Aufpreis. Dass das nicht immer reibungslos funktioniert, zeigte ein aktueller Vorfall. Andy landete in Boston, statt in New York.

Maribel Martinez hält ein Foto ihres Sohnes hoch. Sie hätte ihn gerne vom Flughafen abgeholt, doch es wartete nur ein anderer kleiner Junge. AP

Schockierte Mutter

Maribel Martinez hält ein Foto ihres Sohnes hoch. Sie hätte ihn gerne vom Flughafen abgeholt, doch es wartete nur ein anderer kleiner Junge.

New York„Das ist nicht mein Sohn“ – mit diesen Worten musste eine Mutter Medienberichten zufolge in den USA den Mitarbeitern einer Fluglinie klar machen, dass sie das falsche Kind bei ihr abgegeben hatten. Maribel Martinez wartete demnach auf dem J.F.-Kennedy-Flughafen in New York vergeblich auf ihren fünfjährigen Sohn Andy, der von einem Besuch bei Verwandten in der Dominikanischen Republik zurückkommen sollte.

Wie der Sender CNN am Freitag unter Berufung auf ihren Anwalt berichtete, befürchtete die 38-Jährige zunächst eine Entführung. Die Familie hatte 100 Dollar Aufschlag für den Begleitservice der Fluglinie Jetblue bezahlt. Nach längerer Wartezeit am Flughafen brachte die Fluggesellschaft schließlich Andys Gepäck, seinen Pass und ein Kind. Nur – es war nicht Andy. „Ich war verzweifelt. Ich saß neben einem Jungen, der nicht meiner war“, sagte Martinez.

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Mit Verbindungen zwischen Europa und Nordamerika haben die Airlines viele Jahre gut verdient. Doch das wachsende Angebot sorgt für einen Preisverfall. Der dürfte nun durch neue Anbieter zusätzlich angeheizt werden.

Erst nach Stunden wurde klar: Die Fluglinie hatte zwei Kinder verwechselt und Andy in einen Flieger nach Boston gesetzt. JetBlue bestätigte den Vorfall vom 17. August in US-Medien. Der andere Junge sei wieder nach Boston gebracht worden, sagte eine Sprecherin der „New York Daily News“. Die Airline habe sich bislang nicht entschuldigt, sondern ihr nur Fluggutscheine im Wert von 2.100 Dollar angeboten, sagte Martinez' Anwalt. Nun prüfe die Frau eine Klage.

Von

dpa

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