Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.01.2007

08:33 Uhr

Paris

Suppenküche darf weiter Schweinefleisch anbieten

Eine französische Organisation mit Verbindung zur ultra-rechten Szene darf einem Gericht zufolge weiter Suppe mit Schweinefleisch an Obdachlose ausgeben. Das Gericht bestätigte zwar den Vorwurf des Rassismus, wollte die Suppenküche aber nicht verbieten.

HB PARIS. Die Polizei hatte die Suppenküche unter dem Vorwurf des Rassismus im vergangenen Monat geschlossen. Die Suppenausgabe diskriminiere Juden und Muslime, da diese aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen würden, erklärte sie. Zwar sei die Suppen-Verteilung „ganz klar diskriminierend“, urteilte nun ein Verwaltungsgericht am Dienstag. Da aber allen, die um die Suppe bitten würden, diese auch aufgetischt werde, könne die Suppenküche nicht verboten werden.

Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe kritisierte das Urteil und forderte die Polizei auf, Berufung einzulegen. Die Initiative der Suppenküche „stinke vor Fremdenfeindlichkeit“. Paris werde weiter gegen alle Formen von Diskriminierung, Rassismus und Judenfeindlichkeit kämpfen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×