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24.06.2014

03:18 Uhr

Pazifik

Tsunami bleibt nach schwerem Seebeben aus

Das Beben war gewaltig, die Ausläufer noch weit entfernt zu spüren. Die Behörden gaben einen Tsunami-Alarm aus. Doch die große Flutwelle blieb in der dünn besiedelten Region aus.

Eine Karte des United States Geological Survey (USGS) zeigt die Stelle des Erdbebens vor Alaska. dpa

Eine Karte des United States Geological Survey (USGS) zeigt die Stelle des Erdbebens vor Alaska.

AnchorageEin schweres Seebeben hat die Region um die Inselkette der Aleuten erschüttert. Das Nationale Tsunami-Warnzentrum gab eine Warnung vor möglichen Flutwellen aus. Allerdings erreichten nur kleine Wellen die Küste, so dass die Warnung später wieder zurückgezogen werden konnte. Allerdings wurden die Menschen entlang der Küste weiter zu Vorsicht aufgerufen. Die Aleuten sind eine Inselkette zwischen Nordamerika und Asien.

Die Stärke des Bebens wurde zunächst mit 7,1 angegeben, später auf 8,0 hochgestuft. Die US-Erdbebenwarte USGS erklärte, das Beben habe sich am Montagnachmittag um 12.53 Uhr (Ortszeit) ereignet. Das Epizentrum lag demnach etwa 21 Kilometer südöstlich der Insel Little Sitkin in rund 96 Kilometern Tiefe, was für die Region relativ nahe an der Oberfläche ist. Je näher sich das Beben an der Oberfläche ereignet, desto stärker wird es wahrgenommen und desto größer sind meist die Schäden.

18 Minuten nach den ersten Erdstößen ereignete sich ein schweres Nachbeben der Stärke 6,0, gefolgt von mindestens drei weiteren Beben zwischen 4,8 und 5,9.

Das Tsunami-Warnzentrum in Palmer in Alaska gab eine Warnung für die Küstengebiete der Inseln von Nikolski bis Attu aus. Die Menschen wurden aufgefordert, sich in höher gelegene Gebiete ins Landesinnere zu flüchten.

Natasha Ruppert, Seismologin am Alaska-Erdbebenzentrum, erklärte, die vom Beben betroffenen Gebiete stünden auch unter Tsunami-Warnung. Deswegen könne es einige Zeit dauern, bis sie sich die Bewohner ein Bild von den Schäden machen könnten.

Etwa 320 Kilometer westlich des Epizentrums auf der Insel Amchitka wurde eine Flutwelle von knapp 20 Zentimetern Höhe gemessen, wie ein Behördensprecher sagte.

Das Wasser in der Bucht sei zurückgegangen, deswegen hätten sich die etwa 300 Bewohner ins Evakuierungszentrum in die Hügel zurückgezogen, sagte Layton Lockett, Stadtdirektor von Adak, einer der größten Städte in der betroffenen Region. Das Beben sei stark zu spüren gewesen.

Von

ap

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