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02.07.2015

14:27 Uhr

Philippinen

Mindestens 35 Menschen sterben bei Fährunglück

Vor der philippinischen Insel Leyte kentert eine Fähre bei schwerer See. Mindestens 35 Menschen kommen ums Leben, weitere 20 werden noch vermisst. Kapitän und Besatzung wurden vorläufig festgenommen.

Kurz nach dem Ablegen kenterte die Fähre vor der philippinischen Insel Leyte. 189 Menschen waren an Bord des Schiffes. dpa

Fährunglück fordert 36 Menschenleben

Kurz nach dem Ablegen kenterte die Fähre vor der philippinischen Insel Leyte. 189 Menschen waren an Bord des Schiffes.

Manila Bei einem Fährunglück vor den Philippinen sind am Donnerstag mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. 20 weitere wurden noch vermisst, wie die Küstenwache mitteilte. Mehrere Schiffe und Rettungstaucher suchten im Meer vor der Insel Leyte nach möglichen Überlebenden. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Der Kapitän und mehrere Besatzungsmitglieder, die überlebt hatten, wurden vorläufig festgenommen und von der Polizei verhört.

Fährunglücke

August 2013

Eine Fähre mit etwa 870 Passagieren an Bord stößt in der philippinischen Provinz Cebu mit einem Frachter zusammen und sinkt. Mindestens 55 Menschen kommen ums Leben, 65 werden vermisst.

Oktober 2012

Bei einer Schiffskollision in Hongkong sterben mindestens 37 Menschen. Von einem Ausflugsboot aus wollten Firmenmitarbeiter und deren Familien das Feuerwerk zum chinesischen Nationalfeiertag im Hafen ansehen. Aus unbekannter Ursache stößt das Boot mit gut 120 Menschen an Bord mit einer Fähre zusammen.

Februar 2012

Eine überladene Fähre reißt in Bangladesch auf dem Fluss Meghna viele Passagiere nach einer Kollision mit einem Frachter in die Tiefe. Von den etwa 250 Menschen an Bord können sich nur rund 40 ans Ufer retten. Erst im April 2011 waren auf dem Fluss Dutzende Menschen ertrunken, als eine Fähre auf ein Wrack auffuhr und sank. Ende 2010 waren bei drei Fährunglücken in Bangladesch binnen eines Monats mehr als 160 Menschen gestorben.

Juni 2008

Vor der philippinischen Insel Sibuyan läuft eine Fähre mit mehr als 800 Menschen an Bord während eines Taifuns nach einem Maschinenschaden auf Grund und sinkt. In den folgenden Tagen werden etwa 250 Leichen an umliegende Strände geschwemmt, mehr als 550 Menschen gelten als vermisst.

Dezember 2006

Bei stürmischem Wetter sinkt eine Fähre zwischen den indonesischen Inseln Java und Kalimantan. Mehr als 380 der 628 registrierten Menschen an Bord werden vermisst. Helfer bergen etwa 230 Überlebende aus der Javasee.

Februar 2006

Im Roten Meer sinkt eine Fähre zwischen Saudi-Arabien und Ägypten. Mindestens 1027 der 1400 Menschen an Bord sterben. Bei einem Brand des Schiffes hatte die Mannschaft vermutlich Meerwasser zum Löschen an Bord geholt und es so zum Kentern gebracht.

Insgesamt überlebten von den 189 Menschen an Bord 134. Sie seien von der Küstenwache und Fischern gerettet worden oder an Land geschwommen, hieß es. Unter den Überlebenden waren auch mindestens drei US-Amerikaner und ein Kanadier. Augenzeugen zufolge kamen auch Kinder ums Leben.

Die Fähre war kurz nach dem Ablegen von der Stadt Ormoc auf der Insel Leyte in schwerer See gekentert. Das Schiff war auf dem Weg zu den rund 44 Kilometer südlich gelegenen Camotes-Inseln. Überlebende berichteten der Nachrichtenagentur AP per Handy, der Bug der Fähre sei plötzlich aus dem Wasser aufgestiegen, dann sei die Fähre auf eine Seite gekippt und gesunken.

Von

ap

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