Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.09.2012

17:43 Uhr

Promotour

Bettina Wulff macht einen Rückzieher

Wird der Rummel zu groß? Bettina Wulff hat, nachdem ihr neues Buch mit Spott überzogen worden ist, ihre geplanten Fernsehauftritte abgesagt, steht für Lesereisen nicht zur Verfügung. Angeblich auf Drängen ihres Mannes.

Bis auf Weiteres keine Medienauftritte mehr: Ex-First-Lady Bettina Wulff. dpa

Bis auf Weiteres keine Medienauftritte mehr: Ex-First-Lady Bettina Wulff.

BerlinNach heftiger Kritik an ihrem Buch und ihrer Interview-Offensive in Zeitschriften hat die frühere First Lady Bettina Wulff (38) mehrere Fernsehauftritte abgesagt. Wulff wird weder in der Sendung „Menschen bei Maischberger“ am Dienstag im „Ersten“ sitzen noch in der Talkshow „3nach9“ am Freitag im Dritten von Radio Bremen und NDR.

Eine Sprecherin des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Köln bestätigte am Samstag eine Information der „Bild am Sonntag“, nach der der Auftritt in der Talkshow „Menschen bei Maischberger“ ausfällt. Auf der Website der ARD-Show hieß es: „Bettina Wulff hat sich entschlossen, derzeit keine Medientermine wahrzunehmen.“ Sandra Maischberger hatte Wulff zusammen mit der Feministin Alice Schwarzer und dem Politikberater Michael Spreng befragen wollen.

Biografie: Die PR-Maschine Bettina Wulff

Biografie

Die PR-Maschine Bettina Wulff

Ausgerechnet zum Verkaufsstart ihres Buches geht die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten gegen Gerüchte vor, die schon lange die Runde machen.

Ebenfalls abgesagt wurde der geplante Auftritt in der Talk-Sendung „3nach9“, der am kommenden Freitag im NDR Fernsehen zu sehen gewesen wäre. Eine genaue Begründung habe ihr Verlag nicht gegeben, teilte Radio Bremen mit. In „3nach9“ wollten Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo Bettina Wulff neben dem Schauspieler Til Schweiger, dem Sänger Peter Maffay und der Affenforscherin Julia Fischer befragen.

Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ steht Bettina Wulff auch nicht mehr für Lesereisen und Signierstunden in Buchhandlungen zur Verfügung. Vielmehr wolle sie sich vorerst aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Grund dafür sei „Furcht vor weiteren öffentlichen Anfeindungen“. Auch ihr Mann, der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff, habe sie zu diesem Schritt gedrängt.

Netz-Stimmen: Pikante Anspielungen aus der Google Suche

Netz-Stimmen

Pikante Anspielungen aus der Google Suche

Gibt man bei Google derzeit Bettina Wulff ein, tauchen ganz unerwartete Ergebnisse für die Frau von Ex-Präsident Christian Wulff auf.

Wulffs Buch „Jenseits des Protokolls“ wurde in den vergangenen Tagen von vielen Seiten kritisiert. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast etwa sagte der Zeitung „Die Welt“ vom Samstag: „Ich verstehe nicht, wie sich jemand über zu viel Öffentlichkeit beklagen kann, der gleichzeitig sein Leben mit intimsten Details nach außen kehrt.“

In einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin „Focus“ gaben 72 Prozent der Befragten an, sie hielten es für falsch, dass Bettina Wulff in ihrem Buch über Eheprobleme und das Krisenmanagement ihres Mannes berichte.

Vor allem im Internet bekam das Buch viel Hohn und Spott ab. Bei Amazon etwa hatte es bis Samstag die extrem hohe Zahl von 670 Bewertungen erhalten, die jedoch ganz überwiegend vernichtend ausfielen. „Selbstmitleid pur - langweilig, egoistisch und überflüssig“, lautete der Titel einer typischen Rezension. Eine andere trug die Überschrift: „Nach Selbstdemontage bleibt nur Emigration ins Ausland“.

Von

dpa

Kommentare (16)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

15.09.2012, 17:53 Uhr

Naja, bleibt ihr wieder mehr Zeit zum Tanzen :).

anno

15.09.2012, 18:00 Uhr

Alice Schwarzer hätte hier eine relativ typische (und nicht nur uneigennützige) Frauenfalle beschreiben und zudem höchst zeitgemäß die überkommene Rührseligkeit einer nicht gewählten sog. First Lady in Frage stellen können. Idealerweise aber erst nach der Scheidung - die der einzig konsequente Schritt nach den Einsichten dieses Buches wäre. Oder liegen wir insgesamt doch zu warm und haben zu viel Angst?

70er

15.09.2012, 18:39 Uhr

das ganze Benehmen der Dame zeugt von ebensolchem Realitaetsverlust wie das ihres Gemahls.
Ein Glueck, dass wir die politisch los sind.

Ein 70 jaehriger

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×