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03.11.2011

18:07 Uhr

Prozess

Familienvater stürzte aus Flugzeug

Ein Familienvater flog als Gast in einem Flugzeug mit, als sich sein Sicherheitsschirm überraschend öffnete und ihn aus der Maschine zog. Er verletzte sich schwer. Nun fordert er vor Gericht 200.000 Euro Schadenersatz.

Der Sicherheitsschirm des Familienvaters hatte sich überraschend geöffnet und zog ihn aus der Maschine. (Symbolbild) ap

Der Sicherheitsschirm des Familienvaters hatte sich überraschend geöffnet und zog ihn aus der Maschine. (Symbolbild)

MünsterDramatischer Absturz aus 300 Metern Höhe: Ein 48-Jähriger wollte eigentlich nur aus dem Flugzeug heraus einer Bekannten beim Fallschirmsprung zusehen. Doch plötzlich riss es ihn selbst aus der Maschine in die Tiefe. Seit Donnerstag klagt der Mann vor dem Landgericht Münster gegen den Flugveranstalter (Az zwei O 269/11) und fordert 200.000 Euro Schadenersatz. Der Familienvater war im Juli 2009 als Gast im Flugzeug mitgeflogen, als sich sein eigener (Sicherheits-)Schirm überraschend öffnete und ihn aus der Maschine zog. Bei dem Sturz in Stadtlohn verletzte er sich schwer. Eine Entscheidung will das Gericht in rund zwei Monaten fällen.

An den Absturz selbst kann sich der heute 50-Jährige nicht mehr erinnern. Nur noch an ein zischendes Geräusch - und daran, wie er später mit aufgerissenen Händen und zerfetzter Hose in einem Gerstenfeld aufwachte. „Ich sah aus, als ob ich mit Klitschko geboxt hätte, und auf dem Weg zum Krankenhaus hatte ich unsagbare Schmerzen“, sagte er vor Gericht.

Von dem Schädelhirntrauma und seiner Rippenfraktur, die er durch den Aufprall erlitt, habe er sich bis heute nicht erholt, erzählte der Mann aus Rosendahl. Der 50-Jährige ist in psychologischer Behandlung, seinen Beruf als Betriebsleiter eines Ziegelwerks musste er aufgeben: „Man fühlt sich wertlos.“

Für seinen Schaden zahlen wollen weder der Betreiber der Flugschule noch dessen Versicherung. Auf einen Vergleich konnten sich die Parteien vor Gericht nicht einigen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Domenq

04.11.2011, 10:15 Uhr

"Familienvater" stellt eine merkwürdige Dramatisierung dar; man stelle sich vor, es hätte eine "ältere Leihmutter" aus Dortmund erwischt - unerträgliche Vorstellung...

meckerbuedel

04.11.2011, 15:49 Uhr

ES IST IMMER DASSELBE. KEINER WILL ZAHLEN. DAS GERICHT SCHLÄGT EINEN VERGLEICH VOR, SACHVERSTÄNDIGE SCHREIBEN MÜLL UND DIE ANWÄLTE DIE TEILWEISE SCHLECHT SIND REIBEN SICH DIE HÄNDE WENN DAS GERICHT EINEN VERGLEICH VORSCHLÄGT WEIL ES NICHT URTEILEN WILL. BEIM VERGLEICH KOMMT EINE GEBÜHR FÜR DEN ANWALT HINZU.

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