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21.08.2011

19:30 Uhr

Prozess gegen Murray

Jacksons Leibarzt will Geschworene isolieren

Die Anwälte von Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray haben beantragt, die Geschworenen im Prozess unter vollständig Isolation zu stellen. Der Zugang zu Medien solle der Jury zudem unterbunden werden.

Jackson-Arzt Conrad Murray (M) mit seinen Anwälten dpa

Jackson-Arzt Conrad Murray (M) mit seinen Anwälten

Los AngelesIm Verfahren gegen Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray hat die Verteidigung einen Antrag auf die vollständige Isolation der Geschworenen gestellt. Nach Angaben der „Los Angeles Times“ verwiesen Murrays Anwälte darauf, dass die Jury zu stark von Berichten der US-Medien in ihrer Urteilsfindung beeinflusst werden könnte. Der Richter hatte bereits gesagt, dass er eine Isolation für unnötig halte. Dem Gericht fehle zudem das Geld für die Unterbringung der Geschworenen während des Prozesses in einem Hotel.

In ihrem erneuten Antrag forderten Murrays Anwälte, dass ein Zugang der Jury zu Medien während des Prozesses unterbunden werden soll. Es stehe zu erwarten, dass das Verfahren „die größte Presse der Geschichte“ bekommt. Die Geschworenen könnten somit zu leicht von den zu erwartenden einseitigen Berichten der Medien, denen es lediglich um „Unterhaltung und Einschaltquote“ ginge, manipuliert werden, argumentierten Murrays Anwälte.

Murray wird beschuldigt, Michael Jacksons Tod vor zwei Jahren durch eine Überdosis mit einem Betäubungsmittel herbeigeführt zu haben. Er erklärte, der Sänger habe sich die tödliche Dosis selbst zugeführt. Der nächste Gerichtstermin ist für den 25. August anberaumt.

Von

dpa

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