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05.08.2014

17:58 Uhr

Prozessende

Satirebuch über „Wanderhure“ bekommt Recht

Lacher erreichen die Autoren des Satirebuchs durch eigene Schöpfung – und die ist von der künstlerischen Freiheit gedeckt. „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ darf so heißen, zum Ärger der Macher der „Wanderhure“.

Haben beide ihre Berechtigung: Die Bücher „Die Wanderhure“ von Iny Lorentz und „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ von Julius Fischer dürfen beide ihre Titel behalten. dpa

Haben beide ihre Berechtigung: Die Bücher „Die Wanderhure“ von Iny Lorentz und „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ von Julius Fischer dürfen beide ihre Titel behalten.

DüsseldorfDas satirische Buch „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ darf weiterhin unter diesem Titel verkauft und verlegt werden. Das entschied am Dienstag das Oberlandesgericht in Düsseldorf und hob damit das Urteil der untergeordneten Instanz auf. Der groteske, ironische Titel genieße den Schutz der künstlerischen Freiheit und stehe zudem in engem Bezug zum ersten Kapitel des Buches, sagte der Richter am Oberlandesgericht, Wilhelm Berneke, zur Begründung. Mit der Entscheidung gab der Senat dem Dresdner Verlag Voland & Quist Recht, der den Kurzgeschichtenband herausgibt und auf die Kunstfreiheit gepocht hatte.

Das Landgericht Düsseldorf hatte den Verkauf im März untersagt, weil der Titel nicht als Satire erkennbar sei und sich das Werk die Erfolge der eigenen „Wanderhuren“-Serie zu Nutzen mache. Der Verlag Droemer Knaur (München), der die Bestseller-Buchreihe „Die Wanderhure“ verlegt, hatte seine Titelrechte verletzt gesehen.

Von

dpa

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