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09.01.2012

11:16 Uhr

Prozession mit Statue

Gläubige strömen trotz Terrorwarnung nach Manila

Allen Terrorwarnungen zum Trotz haben drei Millionen Gläubige an einer Prozession mit der berühmten schwarzen Jesusstatue in Manila teilgenommen. Bei einer Massenpanik wurden 30 Menschen verletzt.

Katholische Pilger tragen die schwarze Jesusstatue durch das dichte Gedränge der Prozession in Manila. AFP

Katholische Pilger tragen die schwarze Jesusstatue durch das dichte Gedränge der Prozession in Manila.

ManilaTrotz Terrorwarnung haben drei Millionen Menschen am Montag in Manila an der Prozession mit der berühmten Jesusstatue „Black Nazarene“ teilgenommen. Beim Start des sechs Kilometer langen Marsches kam es im Gedränge zu einer Panik, 30 Menschen wurden verletzt, berichtete das Rote Kreuz.

Die Polizei hatte vor möglichen Anschlägen islamischer Terroristen aus dem Süden der Philippinen gewarnt. Neun verdächtige Separatisten seien in der Stadt gesehen worden, sagte Polizeidirektor Nicanor Bartolome. Malou Empedrado, einer der Mitläufer, sagte: „Die Statue wird uns schon schützen.“

Die lebensgroße schwarze Jesusstatue wurde wahrscheinlich 1606 von einem spanischen Priester aus Mexiko auf die Philippinen gebracht. Ihr werden heilende Kräfte zugeschrieben. Jedes Jahr Anfang Januar tragen Gläubige sie barfuß durch die Straßen. Hunderttausende Menschen versuchen, die Statue zu berühren oder werfen Tücher auf den Wagen, die an der Statue gerieben und zurückgeworfen werden.

Die Prozession ist eines der bedeutendsten religiösen Feste auf den Philippinen. Mehr als 80 Prozent der Einwohner sind katholisch.

Von

dpa

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