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23.05.2012

16:40 Uhr

Qualitätscheck

An Europas Stränden darf gebadet werden

Strand und Sonne gehören für viele zum perfekten Urlaub - genauso wie sauberes Wasser. Genau das finden Reisende an Europas Stränden: Die EU bescheinigt den meisten Badestellen gute Qualität. Nur die Fischer meckern.

Das sauberste Wasser finden Urlauber auf der Mittelmeerinsel Zypern. AFP

Das sauberste Wasser finden Urlauber auf der Mittelmeerinsel Zypern.

BrüsselGute Nachrichten für Wasserratten: Die Wasserqualität an den Stränden in den beliebten Reisezielen Spanien, Italien und Portugal ist gut. Das meldet die EU-Kommission, die am Mittwoch in Brüssel ihren neuesten Bericht zur Qualität der europäischen Badegewässer vorstellte. Das sauberste Wasser finden Urlauber auf der Mittelmeerinsel Zypern - hier haben mehr als 99 Prozent der Badestellen exzellente Qualität. Auch Kroatien, Malta und Griechenland schneiden ausgezeichnet ab. Deutschland kann solche Spitzenwerte zwar nicht vorweisen, doch vom Sprung ins kühle Nass muss sich auch hierzulande niemand fürchten. In ganz Europa zeigten 91,2 Prozent aller Badegewässer passable Werte.

Mehr als drei Viertel der deutschen Küstenbadestellen gelten als exzellent (75,3 Prozent). Das sind 5,2 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die Mindestanforderungen in punkto Sauberkeit erfüllen aber immerhin 96,6 Prozent. Ausnahmen sind etwa der Nordseebadestrand Upleward bei Krummhörn oder die Badestelle Dollart Dyksterhausen Bohrinsel bei Jemgum in Niedersachsen. Hier stuft die Europäische Umweltagentur, die die Untersuchung durchführte, die Wasserqualität als schlecht ein. Die Messlatte sind dabei Bakterien, die auf Abwässer oder Gülle hindeuten.

Sehr sauber hingegen ist das Wasser an der Ostsee. „Die Küstengewässer in Mecklenburg-Vorpommern sind zu 80 Prozent ausgezeichnet“, sagte auch der stellvertretende Leiter des Bereichs Hygiene- und Umweltmedizin vom Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern in Rostock, Gerhard Hauk. Ein Grund sei etwa die verbesserte Abwasserkontrolle.

Von den insgesamt 2310 getesteten deutschen Binnen- und Küstenbadestellen erreichten 15 die per EU-Gesetz festgelegten Mindestnormen nicht. So sollte man an bestimmten deutschen Flüssen und Seen lieber nicht ins Wasser steigen, darunter das Luisenbad in Schleswig, die Kleine Badewiese an der Unterhavel in Spandau bei Berlin oder der Schornweisacher Weiher bei Uehlfeld im bayerischen Mittelfranken.

Obwohl sich die Zahl der empfehlenswerten Flüsse und Seen in Deutschland verringert hat, schafften jedoch mehr von ihnen Bestwerte. So schnitten von 29 am Bodensee getesteten Badestellen 26 mit ausgezeichnet ab.

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