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08.06.2011

20:24 Uhr

Rätsel um den Herd

"Ehec-Fund führt nicht zur Infektionsquelle"

Zum ersten Mal ist der Ehec-Erreger auf Lebensmitteln nachgewiesen worden. Doch das wird wohl auch nicht zur Infektionsquelle führen. Inzwischen ist die Zahl der Toten weiter gestiegen.

In einem Labor in Rostock wird eine Salatgurke genauer untersucht. Quelle: dpa

In einem Labor in Rostock wird eine Salatgurke genauer untersucht.

BerlinErstmals ist der gefährliche Ehec-Erreger auf Lebensmitteln nachgewiesen worden. Das Bakterium vom Typ O104 sei auf Gurkenresten im Mülleimer einer mit der Durchfall-Krankheit infizierten Familie in Magdeburg entdeckt worden, teilte der Sprecher des sachsen-anhaltinischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch mit. Er betonte, unklar sei, ob die Mikroben bereits auf der frischen Gurke waren oder erst nachträglich mit den Gurkenabfällen in Kontakt kamen. Deswegen sei der Fund kaum von Bedeutung für die Suche nach dem Infektionsherd. Unterdessen zeigte sich die Europäische Union bereit, die Hilfen für die unter dem Absatzeinbruch leidenden Gemüsebauern aufzustocken. Bund und Länder räumten indirekt Mängel am Krisenmanagement ein.

Die Zahl der Ehec-Toten in Deutschland stieg auf 26, über 1900 haben sich mit dem Erreger angesteckt. Davon entwickelten rund 670 die schweren HUS-Komplikationen. Experten geben sich mittlerweile vorsichtig optimistisch, da die Zahl der Neuinfektionen zurückgeht. Die Quelle der Infektionen ist auch mehrere Wochen nach dem Ehec-Ausbruch immer noch unbekannt.

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