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26.09.2012

20:27 Uhr

Ralph Lauren

Die Erfolgsgeschichte des Polohemds

VonInge Hufschlag

Polo ist nicht nur ein Sport, sondern auch eine Mode. Und eine Modemarke: Polo Ralph Lauren. Und obwohl der Sport elitär ist, schmälert dies nicht den breiten Erfolg der Weltmarke.

Polo-Shirt ist ein Gattungsbegriff. Den elitären Sport kann sich nicht jeder leisten. Reuters

Polo-Shirt ist ein Gattungsbegriff. Den elitären Sport kann sich nicht jeder leisten.

DüsseldorfDas Label, ein Schläger schwingender Polo-Spieler, prangt praktisch auf jedem der begehrten Shirts, dem Key-Product der Weltmarke Polo Ralph Lauren. Zu der gehören längst auch komplette Mode-Kollektionen und jede Menge Accessoires, bis hin zum entsprechenden Stallgeruch, den gewinnbringenden Düften.

Polo-Shirt ist ein Gattungsbegriff. Den elitären Sport kann sich nicht jeder leisten, ein pastellfarbenes Baumwollhemd mit dem Spieler drauf, vielleicht sogar als Steigerung des Tennis-Shirts mit dem Krokodil drauf. Genauso wie bei Lacoste und andere begehrte Marken mit Erkennungszeichen ist auch für auch Polo Ralph Lauren der Kampf gegen massenweise Billig-Kopien ihrer begehrten Modelle zu einer lästigen Sportart geworden.

Doch das schmälert nicht den Erfolg der Weltmarke. Und den ihres Gründers Ralph Lauren. Mode hat der zwar nie so richtig gelernt, aber Marketing hatte er offenbar schon als Teenager im Blut. Schon als Zwölfjähriger verkaufte Ralph an seine Mitschüler Krawatten. Und investierte das erste selbst verdiente Geld in schicke Anzüge.

Zur geschäftstüchtigen Unternehmensstrategie gehörte auch, dass seine beiden Brüder Terry und Lenny und er ihren Geburtsnamen Lifshitz in Lauren änderten. Den Vorwurf, damit ihre jüdische Herkunft verschleiern zu wollen, wiesen sie immer zurück. Lauren klinge heldenhafter, ein bisschen sogar nach Lawrence von Arabia, und wecke nicht, wie der Geburtsname Assoziationen wie shit.

Grundstock für das Polo Ralph-Lauren-Imperium war 1967 ein Kredit eines Modehändlers über 50.000 Dollar für die erste Krawattenkollektion. Den richtigen und wichtigen Glamour bekam die Marke 1972, als Ralph den Film „Der große Gatsby“ ausstattete. Im selben Jahr kreierte er sein berühmtes Polohemd.

Danach ging’s weiter wie im Hollywood Film. Zum vierzigjährigen Bestehen mietete Lauren den Central Park in New York und empfing dort unter anderen Dustin Hoffmann, Jessica Parker, Mitglieder der Familien Kennedy und Bush.

Inzwischen schätzt das Forbes Magazin Ralph Laurens Vermögen auf 7,5 Milliarden Dollar. Einen Teil davon investiert der Modehändler in seine Oldtimer-Sammlung, die bereits im Museum of Fine Arts in Boston zu sehen war. Titel: Speed, Style and Beauty.

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