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14.03.2016

10:20 Uhr

Randale zum Schulschluss

Mit Schlagstöcken gegen Kölner Abiturienten

Zum Abschluss Randale: Vielerorts in Deutschland haben sogenannte Abi-Streiche Tradition. In Köln haben angehende Abiturienten für insgesamt 15 Einsätze der Polizei gesorgt - mit außer Kontrolle geratenen Streichen.

Angehende Abiturienten haben sich in Köln Auseinandersetzungen mit der Polizei geleistet. Insgesamt kam es zu 15 Einsätze. dpa

Polizei im Einsatz

Angehende Abiturienten haben sich in Köln Auseinandersetzungen mit der Polizei geleistet. Insgesamt kam es zu 15 Einsätze.

KölnErneut haben sich angehende Abiturienten in Köln Auseinandersetzungen mit der Polizei geleistet. Sie zündeten in der Nacht zum Montag Feuerwerkskörper, außerdem werden ihnen Körperverletzung und Vandalismus vorgeworfen.

Unter anderem seien Schulen mit Eiern und Toilettenpapier beworfen worden. Nach Angaben der Polizei sorgten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen für insgesamt 15 Einsätze der Beamten.

Beispiele misslungener „Abi-Scherze“

Tradition

Vielerorts in Deutschland haben sogenannte Abi-Streiche Tradition - mit witzig gemeinten Aktionen verabschieden sich die Abiturienten dabei von ihren Mitschülern. Mitunter ufern die Abiturfeiern aber völlig aus und enden in Randale, Saufgelagen und üblen Scherzen. Einige Beispiele:

Quelle: dpa

Autocorso

Bei einem Abi-Scherz in der Bochumer Innenstadt halten rund 60 Schüler im März 2015 wahllos Autos an, „besetzen“ diese und lassen sich durch die Stadt kutschieren. Die Beamten schreiten hier genauso ein wie bei einer Aktion von Wittener Gymnasiasten unter dem Motto „Filmstars“: Dabei steigt ein als Gangster verkleideter Schüler aus einem Auto und richtet eine täuschend echte Waffe auf Passanten.

Massenhysterie

Ein Großeinsatz der Feuerwehr beendet im April 2014 eine Abi-Party in Hamburg. Dutzende jüngere Schüler haben zuvor über Vergiftungssymptome geklagt. Die bestätigen sich zwar nicht, die Ärzte diagnostizieren aber eine „kollektive Massenhysterie“.

Schaumparty

Nach einer misslungenen Feier mit Partyschaum müssen im Juni 2013 in Kronberg (Hessen) 200 Schüler mit Atembeschwerden und Brechreiz ins Krankenhaus. Wegen fahrlässiger Körperverletzung nimmt die Polizei Ermittlungen auf - der Schaum soll falsch angerührt gewesen sein.

Saufgelage

Eine Abi-Feier in Frankfurt am Main löst im März 2013 einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus. In einem Park haben sich rund 1000 Jugendliche zum Teil so betrunken, dass sie notärztlich versorgt werden müssen. Sie hatten sich übers Internet verabredet.

Randale

Betrunkene Gäste einer Abi-Feier gehen im Juli 2010 in Sindelfingen (Baden-Württemberg) auf Polizisten los - die wehren sich mit Pfefferspray. Nachbarn haben sich zuvor über zu laute Musik beschwert.

Schlechter Scherz

Abiturienten aus der Nähe von Würzburg wollen nach bestandener Prüfung im Juni 2009 einen Film drehen und stürmen vermummt in eine Bank. Dann stellen sie eine Geiselnahme nach. Die Folge: ein Großeinsatz der Polizei.

Bereits am Freitagabend hatten rund 50 Schüler die Polizei mit einer allzu ausgelassenen Feier in Köln auf den Plan gerufen. Nur mit einem Großaufgebot, mit Pfefferspray und Schlagstöcken konnten die Polizisten den Platz mitten in einem Wohngebiet räumen, an dem sich die Jugendlichen getroffen hatten. Einige der Schüler griffen dabei die Polizisten an, sie warfen Gegenstände und beleidigten die Beamten. „Das hat nichts mit Feiern zu tun!“, sagte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies.

Am Montag begann an vielen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen die sogenannte „Mottowoche“. Abiturienten verkleiden sich und feiern ihre letzte Schulwoche.

Von

dpa

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