Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.06.2012

11:20 Uhr

Rapper macht in Politik

Bushido will Partei gründen – und Bürgermeister werden

Bushido will eine Partei gründen – und in Berlin ins Abgeordnetenhaus einziehen. Der Rapper meint es offenbar ernst, was man von seinen Vorschlägen fürs Wunschkabinett nicht behaupten kann.

Rapper Bushido: „Ich will Regierender Bürgermeister von Berlin werden“. dpa

Rapper Bushido: „Ich will Regierender Bürgermeister von Berlin werden“.

Rapper Bushido (33) zieht es in die Politik. „Ich will Regierender Bürgermeister von Berlin werden“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Er werde eine Partei gründen. Die Unterlagen seien schon da. „Meine Partei wird zunächst auf Landesebene aktiv, in Berlin.“ Dass sie es zumindest ins Abgeordnetenhaus schaffe, halte er für wahrscheinlich. Dafür braucht Bushido aber Geduld. Die nächsten Berliner Wahlen sind 2016.

Einen Namen habe die Partei noch nicht. Für sein Wunschkabinett hat Bushido bereits klare Vorstellungen: „Also wenn ich könnte, würde ich Moritz Bleibtreu, Dieter Bohlen und Boris Becker mit an Bord holen. Letzterer würde sich aber nicht um das Thema Finanzen kümmern.“

Und inhaltlich? Er wolle sich für Menschen in den Rand- und Problembezirken einsetzen, vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund, sagte der in Bonn geborene Deutsch-Tunesier. „Ausländer sollen es in Deutschland leichter haben. Dafür müssen sie aber Deutsch lernen. Ich will mehr Anreize schaffen, das freiwillig zu tun.“

Wichtig sei auch: „Es gibt in Deutschland Regeln und Gesetze. Und wer sich nicht daran hält, der bekommt ein Problem.“ Bushido ist in der Zeitung in patriotischer Pose zu sehen - mit Grundgesetz und Hand auf dem Herzen. Zum Thema Quote sagt er: „Wir leben in einer Zeit, in der wir keine Frauenquote brauchen, da der Frau doch alles offensteht.“

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

14.06.2012, 11:33 Uhr

Es wäre mind. genau so kompetent wie der Rest der jetzt drin sitzt....seine Vorschläge will ich jedoch nicht wissen, denn dann spricht man in ganz Deutschland wohl erst arabisch/türkisch vor allem anderen.

Leserin

14.06.2012, 14:18 Uhr

Ja, ist doch egal, wer hier bei uns noch eine Partei gründen will. Ich finde das halt einfach irgendwo selstsamst, dass die Leute - aufgrund irgendwelcher Ideen, die sie haben - eine Partei gründen wollen. Soll doch nur noch der, der die Idee auch umsetzen kann und funktionierende Lösungen anbietet, eine Partei gründen dürfen!

Aber bestimmt gibts natürlich einge verdummte, die selbst einem Bushido noch durch Stimmabgabe dazu verhelfen würden, seine Eitelkeit zu befriedigen - denn nichts anderes hat der "clever" Jung im Blickfeld. Ich sag mal, eine Verona Pooth ist auch nur durch Dummgeschwätz, Skandale und viel nackte Haut zu Amt und Würden gekommen, von den diversesten Medien gepusht. Und Bushido machts jetzt ganz genauso - erst sich im untersten Milieu bewegen, dann einen auf reuigen Sünder und geläuterten Saubermann machen und immer schön die Medien damit füttern - und dann die Dummheit der Dummen und die fehlende Moral der Medien für sich nutzen. Ja selbst ins Handelsblatt hat er es jetzt geschafft!

Ich sag nur: SKANDALÖÖS

Mickeybreaker

14.06.2012, 15:44 Uhr

Es steht doch jedem frei, eine eigene Partei zu gründen, und im Hinblick auf seine Medienwirksamkeit im direkten Bezug zu seiner nach außenhin kommunizierten intellektuellen Leistung hätte er sogar Potential in Form von einer dummen Gefolgschaft der breiten Masse. Cicciolina mauserte sich ja auch vom Porno-Star zur Politikerin, zumindest einer ihrer beiden Karrieren kam das zugute. Übrigens bot sie in den 90-ern Saddam Hussein und 2006 Osama Bin Laden ihren Körper für Weltfrieden als Gegenleistung feil. In Anlehnung daran könnte Bushido im Zuge des Integrations-Diskurses einen Anfang machen, indem er sich für die schlimmsten Salafisten im Lande "bückt", vielleicht wären diese dann den hiesigen Bürgern und Bildungsinländern, welche hierzulande mehrheitlich Christen sind, etwas gelinder gegenüber eingestellt. Und man sagt ja, es gäbe keine schlechte Presse, so hätte auch er in mehrfacher Hinsicht was davon...;)
In diesem Sinne,

Michael P.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×