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18.10.2012

18:01 Uhr

Raub am helllichten Tag

Juwelier-Diebe erschießen Frau

Am helllichten Tag, mitten in der Haupteinkaufszeit, haben zwei Räuber einen Juwelier in Wuppertal überfallen. Sie erschossen eine Verkäuferin und verwundeten eine weitere schwer. Die Polizei konnte die Täter stellen.

Polizisten vor dem ausgeraubten Juweliergeschäft in Wuppertal. dpa

Polizisten vor dem ausgeraubten Juweliergeschäft in Wuppertal.

WuppertalSchüsse im Juweliergeschäft, mitten in der quirligen Fußgängerzone: Eine Verkäuferin stirbt, ihre Kollegin wird von drei Kugeln getroffen und schwer verletzt. Der tödliche Überfall auf einen Schmuckladen in Wuppertal am Mittwoch kurz nach 17 Uhr ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ein Mordfall. Sie wirft den beiden festgenommenen 38 und 22 Jahre alten Männern Mord, versuchten Mord und Raub vor. Inzwischen wurde Haftbefehl erlassen.

„Es bestehen keine Zweifel, dass sie die Täter sind“, sagte Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Bei einer polizeilichen Vernehmung gestanden sie die Beteiligung an der Tat, berichtete der Ermittler. Das Duo war aus Belgien angereist und wollte nach dem Verbrechen offenbar wieder dorthin fliehen.

Die 33 Jahre alte Angestellte, die kurz nach dem Überfall starb, war ein Mal in den Oberkörper getroffen worden. Auf ihre jüngere Kollegin waren drei Schüsse ebenfalls in den Oberkörper abgegeben worden. Die 25-Jährige kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Nach einer Notoperation war sie am Donnerstag noch nicht außer Lebensgefahr.

Die Bluttat geschah mitten in der Haupteinkaufszeit. Deshalb bemerkten viele Menschen den Überfall, alarmierten die Polizei, leisteten Erste Hilfe. Die Täter flohen vor den Augen der geschockten Passanten. Der Tatort liegt in einer Ladenzeile zwischen einem Bäcker und einem Spielcasino. Am Donnerstag hatten einige Zeugen schon bei der Polizei ausgesagt und die Männer identifiziert.

Kommentare (4)

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Koboldo

19.10.2012, 01:17 Uhr

Wann erkennt endlich unsere Justiz, dass Menschen mit einem derart hohen kriminellen Potenzial nicht resozialisierungsfähig sind, schon gar nicht in unseren Gefängnissen, und sich deshalb niemals mehr in Freiheit bewegen, keinen Freigang, keinen Hafturlaub bekommen dürfen? Viel zu oft gelangen solche Kriminelle wieder in Freiheit mit juristischen Tricks, mit fragwürdigen psychologischen Entschuldigungsgründen. Der Schutz der Täter wird über den Schutz der Opfer gestellt. Die viel zu laxe Handhabung der Strafgesetze durch die Justiz motiviert diese Leute mit hoher krimineller Energie geradezu, weitere Straftaten zu begehen und das Leben anderer Menschen zu zerstören. Das unsägliche Leiden der Opfer bis an ihr Lebensende ist den Medien keine Silbe wert. Nur aus diesem quasi von der Öffentlichkeit unbeobachteten Zustand heraus lässt sich erklären, warum Justiz und Justizvollzug so kläglich versagen.
Es wäre wirklich an der Zeit, dass sich die Medien um die Veröffentlichung wissenschaftlicher Studien über das Aggressionsverhalten von Menschen kümmern und damit den Aktionskreis von potentiellen Wiederholungstätern einschränken würden!

Account gelöscht!

19.10.2012, 09:02 Uhr

Alberne und sachlich falsche Überschrift: Schon wer zum Diebstahl eine Waffe mitbringt, ist per definitionem eben kein Dieb mehr, sondern ein Räuber. Das gilt natürlich umso mehr, wenn wie hier jemand erschossen wird - das macht den oder die Täter sogar zum Raubmörder. Die Überschift ist also ein Widerspruch in sich und vor allem eine auch sprachlich nicht akzeptable Verharmlosung, die einem halbwegs seriösen Blatt schlecht zu Gesicht steht.

FFranz

19.10.2012, 09:16 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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