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27.05.2016

14:19 Uhr

Raubüberfälle in Niedersachsen

Ex-RAF-Terroristen auf Beutezug

Mindestens sechs Raubüberfälle in Niedersachsen sollen die Ex-RAF-Terroristen Staub, Garweg und Klette in den vergangenen Jahren verübt haben. Dabei hat das Trio wohl insgesamt einen sechsstelligen Eurobetrag erbeutet.

Die Handouts des Bundeskriminalamtes zeigen Alterssimulationen von Burkhard Garweg, Ernst-Volker Wilhelm Staub und Daniela Klette (v.l.), Mitglieder der inzwischen aufgelösten terroristischen Vereinigung RAF (Rote Armee Fraktion). dpa

Ex-RAF-Terroristen

Die Handouts des Bundeskriminalamtes zeigen Alterssimulationen von Burkhard Garweg, Ernst-Volker Wilhelm Staub und Daniela Klette (v.l.), Mitglieder der inzwischen aufgelösten terroristischen Vereinigung RAF (Rote Armee Fraktion).

HannoverDie mit Haftbefehl gesuchten mutmaßlichen Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette haben in Niedersachsen womöglich mehr Raubüberfälle verübt als bisher bekannt. Das berichtete „Zeit online“.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat das Trio mindestens ein halbes Dutzend Überfälle begangen und dabei insgesamt einen sechsstelligen Eurobetrag erbeutet. Ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Verden sagte: „Wir prüfen, ob zwischen mehreren Raubüberfällen ein Zusammenhang besteht.“

Laut „Zeit online“ soll ein bisher nicht bekannter Tatort Stade sein. Dort sollen Staub und Garweg Ende 2012 einen Supermarkt überfallen und dabei mehrere tausend Euro erbeutet haben. Das Trio stehe zudem im Verdacht, im Oktober 2015 bei einem Überfall in Northeim eine größere Geldsumme erbeutet zu haben, hieß es aus Ermittlerkreisen.

Bisher wurden den Terroristen nur zwei gescheiterte Überfälle auf Geldtransporter im Juni 2015 in Stuhr bei Bremen und im Dezember in Wolfsburg zugerechnet. Zudem besteht der Verdacht, dass sie für einen gescheiterten Überfall im Mai in Hildesheim verantwortlich sind.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sich das Trio bisweilen auch in den Niederlanden aufhält. Im holländischen Fernsehen wurde am Dienstag ein Fahndungsaufruf ausgestrahlt.

Von

dpa

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