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10.03.2003

14:14 Uhr

Raumfähre schon vorher außer Kontrolle

Columbia-Crew versuchte noch Rettungsmanöver

Die Astronauten der Columbia haben möglicherweise Sekunden vor der Explosion der Raumfähre noch einen letzten Rettungsversuch unternommen. Neu ausgewertete Daten der letzten zwei Sekunden zeigen, dass Kommandant Rick Husband offensichtlich versuchte, den Autopiloten auszuschalten und die Fähre manuell zu steuern.

HB/dpa WASHINGTON. Nach Medienberichten vom Montag wurde die Handsteuerung bewegt, allerdings war der Autopilot, der die Fähre in dieser Phase des Landeanflugs steuert, nicht ausgeschaltet.

Die Nasa-Ermittler waren nach dem Unglück vom 1. Februar davon ausgegangen, dass die Astronauten bis zuletzt ahnungslos waren. Videoaufnahmen wenige Minuten vor dem Unglück unterstützten diese Theorie. Sie zeigten eine vollkommen entspannt wirkende Crew bei Routinemanövern. Nasa-Sprecher erklärten, die Daten seien nicht ganz eindeutig zu lesen, seien aber interessant für die Untersuchung.

Die jüngsten Daten zeigen auch, dass die Fähre schon vor der Explosion völlig aus der Kontrolle geraten war. Der linke Flügel und eine Kontrolltriebwerk auf der linken Seite seien entweder zerstört oder stark beschädigt gewesen, berichtete die „New York Times.“ Die Nasa wolle die Studie über die Erkenntnissen aus den letzten Sekunden der Datenübertragung in den kommenden Tagen veröffentlichen.

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