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12.07.2017

08:31 Uhr

Razzia in Berlin

Mehrere Festnahmen nach Goldmünzen-Diebstahl

Der Fall ist spektakulär: Diebe stehlen eine zwei Zentner schwere Goldmünze aus dem Bode-Museum in Berlin. Das SEK durchsuchte einige Wohnungen und und konnte jetzt mehrere Personen festnehmen.

Nach spektakulärem Raub

Verdächtige festgenommen – Jagd auf 100-Kilo-Goldmünze geht weiter

Nach spektakulärem Raub: Verdächtige festgenommen – Jagd auf 100-Kilo-Goldmünze geht weiter

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BerlinIm Zusammenhang mit der gestohlenen Goldmünze hat die Berliner Polizei bei einem Großeinsatz mehrere Personen festgenommen. Das teilten die Fahnder am Mittwoch mit. Die Beamten hatten zuvor mehrere Wohnungen durchsucht. Ein Spezialeinsatzkommando sei ausgerückt, erklärte ein Polizeisprecher. Die Wohnungen sollen sich im Stadtteil Neukölln befinden. Der Einsatz war am Mittwochmorgen noch in vollem Gange.

Diebe hatten im März eine zwei Zentner schwere kanadische Goldmünze aus dem Bode-Museum gestohlen. Allein das Material – reinstes Gold – ist geschätzt etwa 3,7 Millionen Euro wert. Aufgrund der Schwere der Münze ging die Polizei von mehreren Tätern aus.

Boris Fuchsmann: Der Mann mit der 100-Kilogramm-Goldmünze

Boris Fuchsmann

Der Mann mit der 100-Kilogramm-Goldmünze

Noch gibt es keine Spur der 100-Kilogramm-Goldmünze, die aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen wurde. Der Eigentümer des Sammlerstücks ist nach Handelsblatt-Informationen ein Düsseldorfer Immobilienentwickler.

Das Goldstück, 2007 in nur fünf Exemplaren von der Königlichen Kanadischen Münze geprägt, war die Leihgabe eines Privatmanns an das Bode-Museum. Die Polizei ging damals davon aus, dass die Diebe die Münze einschmelzen und in kleineren Portionen zu Geld machen wollen.

Im Bode-Museum, das zum Weltkulturerbe Museumsinsel gehört, wurden nach dem Diebstahl die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Die Täter waren am frühen Morgen über die direkt an dem Museum vorbeiführende S-Bahntrasse in das Gebäude eingestiegen. Eine Leiter und eine Schubkarre ließen die Diebe in der Nähe stehen.

Wenn Münzen aus Museen verschwinden

August 2016

Aus dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig verschwinden mehr als 570 wertvolle Münzen. Als ein Exemplar, das eigentlich im Depot hätte liegen müssen, in der Öffentlichkeit angeboten wird, überprüft das Haus den gesamten Depotbestand der rund 25.000 Münzen sowie weiterer Gegenstände. Bis heute ist lediglich ein kleiner Teil der Münzen wieder aufgetaucht. Tatverdächtig ist ein ehemaliger Beschäftigter des Museums. Im Dezember 2016 wird der Verlust auf knapp 350.000 Euro geschätzt.

Juni 2012

Aus dem Städtischen Museum in Göttingen werden mittelalterliche Goldmünzen geklaut. Das Haus gibt den Gesamtwert der historischen Stücke, die großteils aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen, mit rund 65.000 Euro an. Insgesamt seien 18 unterschiedlich große Goldstücke verschwunden.

April 2012

Aus einer mit mehr als 100 Millionen Euro versicherten Gold-Ausstellung in Münster stehlen Diebe rund 50 Münzen. 30.000 Euro sind sie laut dem Museum wert.

November 2010

Aus dem Museum der Universität Tübingen werden 44 historische Münzen aus dem Zeitraum vom 5. Jahrhundert vor Christus bis zum 3. Jahrhundert nach Christus gestohlen - ihr Wert: zwischen 150.000 und 200.000 Euro. Der Täter habe nur solche Gold- und Silbermünzen entwendet, die einen hohen Wiederverkaufswert hätten, heißt es. Münzen mit hohem Seltenheitswert waren nicht darunter.

Von

dpa

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