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27.07.2016

18:44 Uhr

Reagan-Attentäter

John Hinckley darf psychiatrische Klinik verlassen

Im März 1981 schießt ein Mann auf US-Präsident Ronald Reagan. Später sagt er, dass er damit die Schauspielerin Jodie Foster beeindrucken wollte. Nun kommt der Attentäter frei – jedoch unter strengen Auflagen.

Hinckley hatte am 30. März 1981 in Washington auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan geschossen. AP

John Hinckley aufgenommen 2003

Hinckley hatte am 30. März 1981 in Washington auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan geschossen.

Washington35 Jahre nach dem Anschlag auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan darf der Attentäter John Hinckley die geschlossene Klinik verlassen. Das entschied ein Gericht in Washington am Mittwoch. Der 61-Jährige stelle keine Gefahr mehr für sich oder andere dar, hieß es in der Begründung von Richter Paul Friedman. Die Entscheidung ist aber mit hohen Auflagen verbunden.

Hinckley hatte am 30. März 1981 in Washington auf Reagan geschossen, als dieser nach einer Rede ein Hotel verließ. Eine Kugel prallte an der Limousine des Präsidenten ab, traf Reagan und blieb nur wenige Zentimeter von seinem Herzen entfernt stecken. Neben dem Präsidenten wurden zwei Sicherheitsbeamte sowie sein Sprecher James Brady verletzt. Brady wurde von einer Kugel in den Kopf getroffen und überlebte nur knapp.

Hinckley gab später an, er habe mit der Tat die Schauspielerin Jodie Foster beeindrucken wollen. 1982 sprach ein Geschworenengericht ihn von allen Anklagepunkten frei, da er zur Tatzeit geistig nicht zurechnungsfähig gewesen sei. Seitdem lebte er in dem Washingtoner St.-Elisabeth-Krankenhaus.

Ab 2006 durfte Hinckley die Einrichtung bereits für einige Tage im Monat ohne Aufsicht verlassen, um bei seiner Familie in Williamsburg (Virginia) zu wohnen. Dort muss er nach den Auflagen des Gerichts auch im nächsten Jahr leben. Der Kontakt zu Familienmitgliedern von Reagan ist ihm strikt untersagt, ebenso zu Jodie Foster.

Der 61-Jährige muss sich zudem weiterhin einer Therapie unterziehen. Das Gericht ordnete außerdem an, dass er ein GPS-fähiges Handy bei sich trägt, wann immer er das Haus seiner Mutter verlässt. Alkohol, Drogen, der Besitz von Schusswaffen sowie der Zugang zu sozialen Medien sind ihm untersagt.

Von

dpa

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