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13.06.2011

12:40 Uhr

Reifenhersteller Goodyear

Nach tödlichem Unfall Werbeflüge gestoppt

Es sollte eine aufsehenerregende Werbeaktion werden: Doch das Werbeluftschiff des Reifenherstellers Goodyears stürzte auf einem Landefest ab. Der Pilot starb. Nun wurden weitere Werbeaktionen eingestellt.  

Der Zeppelin vor seinem Absturz in Reichelsheim. Quelle: dpa

Der Zeppelin vor seinem Absturz in Reichelsheim.

Hanau/Reichelsheim Nach dem Absturz eines Werbeluftschiffes in Mittelhessen hat der Reifenhersteller Goodyear seine Reklameflüge bis auf Weiteres eingestellt. Bei dem Unfall war am Sonntagabend der Pilot ums Leben gekommen. Das zweite, baugleiche Luftschiff werde vorerst nicht mehr eingesetzt, erklärte das Unternehmen am Montag in Hanau. Die Fahrzeuge seien von einer Firma angemietet worden. Die Goodyear-Veranstaltungen auf dem Hessentag in Oberursel wurden abgesagt. Der sogenannte Blimp war bei dem Landesfest mit Zehntausenden Besuchern in die Luft gestiegen, bevor er Feuer fing und bei Reichelsheim abstürzte.

Drei Passagiere konnten sich noch aus der Maschine retten, doch der aus Australien stammende Pilot ging mit seinem Schiff in Flammen auf. „Er hatte keine Chance“, sagte ein Sprecher der Polizei. Nun wird untersucht, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Aus Braunschweig eilten Experten von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung an den Unfallort.

Zeugen sagten der Polizei, dass es bei der Landung der Maschine auf dem Rollfeld des Flughafens im mittelhessischen Reichelsheim Probleme gab. Es habe nach Benzin gerochen und im hinteren Teil des Kabine sei Feuer ausgebrochen. Die drei Passagiere seien auf die Landebahn gesprungen. Die Maschine wurde dabei leichter und schoss deshalb samt dem Piloten einige Dutzend Meter in die Höhe, erklärte die Polizei. In der Luft ging die Kabine völlig in Flammen auf. Mit einer dunklen Rauchfahne stürzte das brennende Wrack dann etwa 300 Meter weiter auf ein Feld.

Eigentlich sollte die Fahrt mit dem Luftschiff Routine sein. Die drei Passagiere waren laut Polizeiangaben Journalisten, die aus der Luft Bilder vom nahen Hessentag in Oberursel machten. Um 18.00 Uhr war die Maschine gestartet. Gut zwei Stunden später kam es dann beim Landeversuch auf dem Rollfeld zum Umglück.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Daniel

13.06.2011, 17:36 Uhr

Ich finde es unerträglich, wie sich der beteiligte BILD-Reporter derzeit in den Berichten seines Blattes selbst darstellt.

Es steht außer Frage: Der Sprung der Passagiere aus dem Luftschiff war eine Panikreaktion. Vermutlich hätten die meisten so gehandelt und man kann das niemandem vorhalten.

Nach dem letzten Bericht des o.g. Blattes erfolgte aber keine Aufforderung des Piloten, das Luftfahrzeug zu verlassen. Es ist daher denke ich sehr sicher, dass dieser von der Reaktion seiner Passagiere, dem plötzlichen Gewichtsverlust und dem daraus folgenden Aufsteigen des Schiffs überrascht wurde und keine Gelegenheit hatte, selbst zu reagieren. Auch deswegen ist er nun tot.

Der Anstand würde es gebieten, dass der BILD-Fotograf einfach seine Klappe hält. Er würde dann allerdings auch nicht für dieses Blatt arbeiten.

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