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26.01.2004

14:50 Uhr

Rekordsumme für Aids-Projekt

Bill Gates wird zum Ritter geschlagen

Microsoft-Chef Bill Gates soll von Königin Elizabeth II zum Ritter geschlagen werden. Wie das Außenministerium in London am Montag mitteilte, solle Gates für seinen Beitrag zur britischen Wirtschaft und seine Aktivitäten zur Verringerung der Armut in der Welt ausgezeichnet werden.

HB LONDON. Der 48-Jährige werde die Ehrung zu einem noch nicht fest gelegten Zeitpunkt von der Queen entgegennehmen. Der britische Außenminister Jack Straw nannte Gates am Montag „einen der wichtigsten globalen Wirtschaftsführer seiner Zeit.“ Weiter hieß es: „Microsoft-Technologie hat das Geschäftsleben umgestaltet und sein Unternehmen hat einen tief greifenden Einfluss auf die britische Wirtschaft gehabt.“
Gates hat in Großbritannien 2 000 Arbeitsplätze geschaffen. An der Universität Cambridge fördert er seit Jahren ein Stipendien-Programm für Computer-Studien.

Der Microsoft-Chef, der als reichster Mann der Welt gilt, sei von der Nachricht „absolut begeistert“, sagte ein Unternehmens-Sprecher. Als Nicht-Brite kann er allerdings den Adelstitel „Sir“ nicht tragen, wohl aber die Buchstaben KBE (Knight Commander of the British Empire) hinter seinen Namen setzen.

Ehefrau Melinda Gates kämpft unterdessen in einem indischen Rotlichtviertel gegen Aids. Die 39-Jährige traf sich in Kalkutta mit Prostituierten, die in ihrer Freizeit Aufklärung über die tödliche Krankheit betreiben, berichteten indische Zeitungen am Montag. Die gemeinsame Stiftung von Melinda und ihrem Mann Bill hat die Rekordsumme von 200 Millionen US-Dollar (knapp 160 Millionen Euro) für Aids-Projekte in Indien zur Verfügung gestellt. Offiziell sind mindestens 4,5 Millionen der 1,03 Milliarden Inder HIV-infiziert.

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