Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2004

20:34 Uhr

Rettung für 20 000 Menschen

Soldaten schließen 30-Meter-Loch in Staumauer

Ein 30 Meter großes Loch in einem Staudamm ist von chinesischen Soldaten gestopft worden. Damit wurden mehr als 20 000 Menschen vor drohenden Überflutungen gerettet.

HB PEKING.Rund 2000 Soldaten und Polizisten waren der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge im Einsatz, um das Loch abzudichten. Bei Temperaturen von minus 20 Grad sowie Schnee und gefrorenen Matsch kämpften sie sich bis zu der Stelle vor, durch die seit Mittwochabend die Wassermassen schossen. Um die Bevölkerung vor den Fluten zu schützen, waren in der Provinz Xinjiang zuvor bereits 8000 Menschen mit Bussen und Lastwagen in Sicherheit gebracht.

Ein Behördenvertreter ging davon aus, dass noch weitere 1000 bis 2000 Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen. In der Umgebung des 1957 gebauten Bayi-Damms standen Ackerland und Häuser bereits unter Wasser. Menschen seien jedoch nicht verletzt worden oder ums Leben gekommen, meldete Xinhua weiter. Von den Überschwemmungen waren den Angaben zufolge bis zu 20.000 Menschen bedroht. Für die in Sicherheit gebrachten Bewohner seien Zelte, Decken und Trockennahrung zur Verfügung gestellt worden.

Das Loch in der Staumauer des Reservoirs etwa 60 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Urumqi war am Mittwochabend aufgerissen. Xinhua hatte gemeldet, dass nicht die richtige Ausrüstung zur Verfügung stand, um den Damm oberhalb des Lochs zu sprengen und damit die Öffnung zu schließen. Nach einer Meldung des staatlichen Rundfunks bemühten sich Soldaten bei dichtem Nebel und eisiger Kälte die austretenden Wassermassen des Stausees in die Wüste Gobi zu leiten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×