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26.02.2006

14:47 Uhr

Rio

Kunsträuber entkommen im Karnevalstrubel

Vier bewaffnete Räuber haben den Karneval in Rio zu einem spektakulären Kunstdiebstahl genutzt. Sie stahlen Gemälde von Picasso, Matisse, Dalí und Monet und entkamen im Trubel auf den Straßen.

HB RIO DE JANEIRO. Die Männer überwältigten während eines Straßenumzugs am Freitag die Sicherheitskräfte des Museums Chácara do Céu und machten sich mit vier wertvollen Gemälden von Picasso, Matisse, Dalí und Monet aus dem Staub. Die Behörden vermuten eine internationale Bande mit hoch qualifizierten Spezialisten hinter der Tat und lösten eine landesweite Fahndung aus.

Medienberichten zufolge hielten die Räuber mindestens acht Wachleute und Besucher in dem Museum fest. Die Sicherheitskräfte bedrohten sie mit Handgranaten und zwangen sie, die Überwachungskameras abzuschalten. Polizeisprecher Clóvis Franco erklärte, sie hätten außerdem die Museumsbesucher ausgeraubt – ein Hinweis darauf, dass es sich möglicherweise um gewöhnliche Diebe handelte, die für den Kunstraub angeheuert worden seien. Anschließend mischten sich die Männer unter Schaulustige, die einer Samba-Gruppe folgten, und konnten unerkannt entkommen.

Wie teuer die geraubten Bilder sind, war zunächst nicht klar. In Medienberichten war von umgerechnet rund 42 Millionen Euro die Rede.

Das wichtigste sei, dass die Bilder nicht aus Brasilien herausgeschmuggelt würden, erklärte Polizeisprecher Franco. Auch Interpol sei über den Kunstraub informiert worden. Alle Häfen und Flughäfen wurden alarmiert; die Polizei veröffentlichte ein Phantombild eines der Täter.

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