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02.11.2016

14:56 Uhr

Ritter Sport

Die verrückte Jagd auf Einhorn-Schokolade

VonTina Halberschmidt

Mit einer Glitzer-Schokolade landet Ritter Sport einen Coup. Die Sonderedition „Einhorn“ löst einen Online-Ansturm aus und ist rasend schnell ausverkauft. Die Tafel wird schon für das zehnfache gehandelt.

Aus einer Idee der Fans hat Ritter Sport eine Glitzer-Schokolade kreiert.

Quadratisch. Magisch. Gut.

Aus einer Idee der Fans hat Ritter Sport eine Glitzer-Schokolade kreiert.

DüsseldorfRitter Sport bringt eine neue Sorte auf den Markt – und alle wollen sie haben: „Ausverkauft!“ So hieß es nur wenige Stunden, nachdem im Online-Shop des Schokoladenherstellers zum ersten Mal rosa-glitzernde Einhorn-Schoki aufgetaucht war.

Zuvor waren bereits die Server von Ritter Sport zusammengebrochen, so groß war der Ansturm auf die limitierte Edition. Kein Wunder, mag man denken. Schließlich werden dem Einhorn magische Kräfte nachgesagt.

Das Fabelwesen in Pferde- oder Ziegengestalt und einem geraden Horn auf der Stirn steht für das Gute. Gerade deswegen begeistert es Fans auf der ganzen Welt und in jedem Alter. Auch in den sozialen Netzwerken gibt es schon seit längerem einen wahren Hype um Einhörner und Sternenstaub.

Bei Facebook und Twitter posten zahllose Nutzer Fantasie-Bilder von den niedlichen Fabelwesen, mancher färbt sich sogar die Haare in Regenbogenfarben, trägt kuschelige Puschen in Einhornform oder steckt seinen Nachwuchs zu Halloween in Einhornkostüme.

Auch auf der Crowdsourcing-Plattform www.sortenkreation.de, auf der Schokoladen-Fans offiziell ihre Lieblingssorte kreieren können, gingen viele Einreichungen von Nutzern zum Thema Einhorn ein. Zudem trägt eine der Ritter-Sport-Fake-Sorten den fantasievollen Namen „Einhorn-Glitter“. Im Netz kursieren als Imitat beispielsweise die Geschmacksrichtungen „Alter Turnschuh“, „Zahnpasta“ und sogar „Maggi“.

Der Erfolg der echten Einhorn-Schokolade war also vorprogrammiert: Ritter Sport brauchte nur zuzugreifen. Bereits im Frühjahr hatte man mit der „Äffle & Pferdle Sorte Hafer und Banane“ erfolgreich eine limitierte Edition auf den Markt gebracht, die ebenfalls auf Wunsch der Online-User entstanden war.

Kommentare (5)

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Frau Annette Bollmohr

02.11.2016, 15:14 Uhr

Sieht so aus, als wollte ein immer größerer Teil unserer Gesellschaft unbedingt und mit aller Macht verblöden (warum? Um sich zu betäuben?).

Die Wirtschaft hilft dabei doch GERNE.

Herr Thomas Behrends

02.11.2016, 16:25 Uhr

Da kann ich Ihnen nur vollkommen recht geben, Frau Bollmohr.

Wieviel Zeit die Leute damit verplempern sinnloses Zeug zu kaufen geht auf keine Kurhaus mehr! Das sind sehr wahrscheinlich die gleichen Leute, die sagen, Frau Merkel mache eine gute Politik 8-)

Account gelöscht!

02.11.2016, 17:31 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

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