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13.11.2014

14:46 Uhr

„Ruby“-Affäre

Berlusconi-Vertraute zu Haftstrafen verurteilt

Sie sollen die Prostitution bei den „Bunga-Bunga“-Festen in Silvio Berlusconis Villa begünstigt und organisiert haben – jetzt wurden drei Vertraute des ehemaligen Regierungschefs zu Haftstrafen verurteilt.

Ein Archivfoto zeigt Italiens ehemaligen Regierungschef Silvio Berrlusconi und die Marokkanerin mit dem Spitznamen „Ruby“ alias Karima El-Marough. dpa

Ein Archivfoto zeigt Italiens ehemaligen Regierungschef Silvio Berrlusconi und die Marokkanerin mit dem Spitznamen „Ruby“ alias Karima El-Marough.

MailandDrei Vertraute des italienischen Ex-Regierungschefs Silvio Berlusconi sind in der „Ruby“-Affäre um Sex mit minderjährigen Prostituierten in zweiter Instanz zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Mailänder Berufungsgericht reduzierte am Donnerstag laut Nachrichtenagentur Ansa aber die Strafen für die Angeklagten, die die Prostitution bei den „Bunga-Bunga“-Festen in Berlusconis Villa begünstigt und organisiert haben sollen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; die Verteidigung will Rechtsmittel einlegen.

Der ehemalige TV-Direktor Emilio Fede wurde zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, Nicole Minetti zu drei und Lele Mora zu sechs Jahren und einem Monat Haft. In erster Instanz waren sie im Juli 2013 zu Haftstrafen zwischen fünf und sieben Jahren verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten vorgeworfen, Frauen für Berlusconi „beschafft“ zu haben, darunter auch die minderjährige Marokkanerin Karima El Mahroug, genannt „Ruby“.

Der 78 Jahre alte Berlusconi war ihm „Ruby“-Prozess im Juli in einem Berufungsprozess überraschend freigesprochen worden. In erster Instanz war der dreimalige Regierungschef zu sieben Jahren Haft und einem lebenslangen Verbot öffentlicher Ämter verurteilt worden. Der Freispruch für Berlusconi ist auch noch nicht rechtskräftig.

Von

dpa

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