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29.09.2013

21:27 Uhr

Russland

Alle 30 Greenpeace-Aktivisten müssen in U-Haft

Nach dem Greenpeace-Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis hat ein russisches Gericht alle 30 Umweltschützer in Untersuchungshaft nehmen lassen. Die Umweltorganisation ruft weltweit zu Protesten auf.

Inhaftierter Greenpeace-Aktivist: Die „Arctic Sunrise“-Crewmitglieder sitzen in Gefängnissen in Murmansk und Apatity. Reuters

Inhaftierter Greenpeace-Aktivist: Die „Arctic Sunrise“-Crewmitglieder sitzen in Gefängnissen in Murmansk und Apatity.

MoskauDer Greenpeace-Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis beschäftigt weiter die russische Justiz. In Murmansk lies ein Gericht alle Crewmitglieder des Aktionsschiffs „Arctic Sunrise“ einsperren. Damit müssen auch die acht restlichen Aktivisten für zwei Monate hinter Gitter, wie Greenpeace am Sonntag bei Twitter mitteilte. Das Gericht in der nordrussischen Stadt Murmansk begründete die Maßnahme mit Fluchtgefahr sowie der Möglichkeit weiterer Straftaten und potenzieller Beweismittelvernichtung.

Bereits am Donnerstag waren 22 Besatzungsmitglieder des Aktionsschiffes „Arctic Sunrise“ in U-Haft genommen worden. Die Justiz ermittelt wegen bandenmäßiger Piraterie. Darauf stehen bis zu 15 Jahre Haft.

„Ich bin keine Piratin. Ölbohrungen im Eis sind eine gewaltige Gefahr für die Natur weltweit“, sagte die finnische Aktivistin Sini Saarela vor Gericht. Wie in Russland üblich, mussten die Beschuldigten die Verhandlung in einem vergitterten Käfig verfolgen. Saarelas russische Anwältin hatte Hausarrest oder Freilassung auf Kaution beantragt, da die junge Frau gesundheitlich angeschlagen sei und ärztliche Betreuung benötige.

Greenpeace weist die Vorwürfe zurück, wonach die Aktivisten vor eineinhalb Wochen eine Ölplattform des Staatskonzerns Gazprom in der Petschorasee besetzen wollten. Sie hätten nur ein Transparent befestigen wollen. Weltweit demonstrierten Mitglieder der Umweltorganisation für eine Freilassung der Inhaftierten.

Die „Arctic Sunrise“-Crewmitglieder seien in Murmansk und in der rund 200 Kilometer entfernten Stadt Apatity eingesperrt, sagte die Stadträtin Irina Paikatschewa der Agentur Interfax. Jeder habe eine Zelle für sich, allerdings wollten die Behörden diese Praxis aus Kostengründen schon bald ändern. Ein großes Problem sei weiter die Verständigung zwischen den Justizbeamten und den Aktivisten aus 18 Ländern.

Russland

Überwachungsvideo zeigt Greenpeace-Aktion

Russland: Überwachungsvideo zeigt Greenpeace-Aktion

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Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

30.09.2013, 04:41 Uhr

"Erst ist er(Axel Möller) Mitglied der Deutschen Volksunion (DVU), dann der Republikaner und zuletzt der NPD gewesen. Dort hat er es bis zum stellvertretenden Vorsitzenden des Stralsunder Kreisverbandes gebracht - Möller galt als intellektueller Kopf mit starkem Geltungsbedürfnis und Führungsanspruch. Im Streit verließ er schließlich auch die NPD und bezeichnet sich seitdem als „freien Nationalisten“."Zitat der Webseite "Netz-Gegen-Nazis"
Solche Leute sind für Sie also "Journalisten".
Wes Geistes Kind Sie sind ist schon klar,aber sich dann auch noch lautstark beschweren,wenn Neonazis wegen Volksverhetzung in den Knast wandern,ist schon eine Leistung.Wo Neonazis ihre Propaganda betreiben ist schon erstaunlich,aber ich weiß,der Erfolg gibt ihnen Recht.Ich kann ihnen da nur die WIWO wärmstens empfehlen,da wird man Sie mit offenen Armen empfangen,aber da sind Sie natürlich bestimmt längst tätig.

Wolf

30.09.2013, 09:58 Uhr

Piraterie bleibt Piraterie, egal ob vor der Küste Afrikas oder Russlands.

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