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29.11.2012

17:19 Uhr

Russland

Gericht verbietet „Pussy Riot“-Videos

Ein russisches Gericht hat die Videos der Mädchenband „Pussy Riot“ verboten. Auch der Zugang zur Webseite der Band werde untersagt. Ein Bandmitglied spricht von der „direkten Anerkennung der Zensur“.

Auch das Video zum „Punkgebet“ soll verboten werden. dapd

Auch das Video zum „Punkgebet“ soll verboten werden.

MoskauEin russisches Gericht hat die Videos der Punkband „Pussy Riot“ im Internet als „extremistisch“ verboten. Auch der Zugang zur Webseite der Band sowie zu ihrem Blog Livejournal werde untersagt, urteilte das Gericht am Donnerstag in der Hauptstadt Moskau.

Von dem Verbot betroffen ist auch das Video des „Punkgebets“ in einer Moskauer Kathedrale, das zur Verurteilung von drei weiblichen Bandmitgliedern zu zweijähriger Lagerhaft führte. In dem „Gebet“ hatte die Band die Mutter Maria angefleht, das Land von Präsident Wladimir Putin zu erlösen.

Inwieweit das Urteil umzusetzen ist, ist fraglich. Das Video des „Punkgebets“ wurde auf der Internet-Plattform YouTube mehrere Millionen Mal aufgerufen. Eine russische Vertreterin von Google, dem die Plattform gehört, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, erst brauche das Unternehmen eine schriftliche Fassung des Urteils, um dann darüber entscheiden zu können, ob es die beanstandeten Seiten tatsächlich sperrt.

Bandmitglied Jekaterina Samuzewitsch, die ebenfalls angeklagt war, aber nach einem Berufungsprozess auf Bewährung frei kam, nannte das Urteil die „direkte Anerkennung der Zensur“.


Von

afp

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