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09.08.2012

09:09 Uhr

Russland

Sekte hält Kinder über Jahre unter der Erde

Als russische Spezialkräfte das Grundstück eines muslimischen Predigers stürmen, staunen sie nicht schlecht. In einem Bunkersystem unter dem Haus leben 70 Mitglieder einer Sekte. Einige Kinder sahen noch nie die Sonne.

Zeugenbericht

Eine Sekte unter der Erde

Zeugenbericht: Eine Sekte unter der Erde

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MoskauOhne Sonnenlicht, Elektrizität und Heizung haben rund 70 Mitglieder einer Sekte in Russland, darunter mehr als 20 Kinder, in einem unterirdischen Bunkersystem gelebt. Die Minderjährigen seien schmutzig und in schlechtem Zustand gewesen, berichteten Ärzte der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ (Donnerstag). Einige waren offenbar noch nie an der frischen Luft. Festnahmen gab es zunächst nicht. Die Kinder kamen in Krankenhäuser und sollen dann in Waisenhäusern betreut werden. Gegen die Eltern laufen Ermittlungen wegen Misshandlung Schutzbefohlener.

Bei der Sekte in der Stadt Kasan an der Wolga - rund 800 Kilometer östlich von Moskau - handelt es sich um Anhänger eines 83 Jahre alten muslimischen Predigers. Faisrachman Satarow bezeichnet sich als Propheten Mohammeds. Er befahl seinen Jüngern, unter seinem Haus ein großes Zellensystem zu errichten. Die Anhänger durften - bis auf wenige Ausnahmen - das Gelände nicht verlassen und keinen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen.

Über Jahre lebten die Mitglieder einer Sekte im russischen Kasan unter der Erde. dpa

Über Jahre lebten die Mitglieder einer Sekte im russischen Kasan unter der Erde.

Das Haus sei illegal gebaut worden, teilte die Polizei in der muslimisch geprägten Teilrepublik Tatarstan mit. Sektenmitglieder kündigten Widerstand gegen den Abriss des Gebäudes an. Die Behörden waren auf den Fall aufmerksam geworden, als ein Spezialkommando wegen Ermittlungen in einem Mord an einem islamischen Geistlichen das Gelände wegen Terrorismusverdachts stürmte.

Von

dpa

Kommentare (1)

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09.08.2012, 13:44 Uhr

...wie krank ist das denn????

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