Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.02.2004

16:09 Uhr

Scharfe Kritik laut geworden

Leihmütter in Italien verboten

Italien hat per Gesetz das Geschäft mit Leihmüttern verboten sowie die Möglichkeiten zur künstlichen Befruchtung drastisch eingeschränkt. Nur noch volljährige heterosexuelle Paare haben künftig ein Recht darauf, hieß es am Mittwoch.

HB ROM. Künftig sind etwa für lesbische Paare und allein stehende Frauen künstliche Befruchtungen untersagt. Lediglich volljährige heterosexuelle Paare, die im gebärfähigen Alter sind und zusammenleben, haben ein Recht darauf.

Zudem sieht ein nach monatelanger Diskussion am Dienstagabend verabschiedetes Gesetz schwere Strafen für das Klonen von Menschen vor. Auch das Einfrieren von Samen- und Eizellspenden ist verboten. Allerdings gab es am Mittwoch bereits scharfe Kritik an den Regelungen. Unfruchtbare Frauen mit Kinderwunsch würden jetzt zur Behandlung ins Ausland gehen, hieß es. Bislang gab es keine klare Regelung der künstlichen Befruchtung in Italien. Vereinzelt nutzen Ärzte dies und verhalfen Frauen selbst lange nach den Wechseljahren zu einer Schwangerschaft.

In Deutschland sind Leihmutterschaft und Eizellspenden ebenfalls verboten. Die direkte Befruchtung einer Frau mit Samen eines fremden Spenders ist grundsätzlich nicht verboten. Nach einer Richtlinie der Bundesärztekammer sollte jedoch bei der Unfruchtbarkeitsbehandlung grundsätzlich nur Samen des Ehepartners verwendet werden. Ausnahmen bei nicht verheirateten - heterosexuellen - Paaren sind demnach möglich. In der Richtlinie wurde auch festgelegt: „Die Anwendung der Methoden bei allein stehenden Frauen und in gleichgeschlechtlichen Beziehungen ist nicht zulässig.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×