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24.09.2011

10:24 Uhr

Schiffs-Taufe

Erster Dreimaster seit der „Gorch Fock“

Das aus der Becks-Werbung bekannte Schiff „Alexander von Humboldt“ bekommt einen Nachfolger. Die „Alex II“ wird am Wochenende getauft - als erster Dreimaster seit 50 Jahren und seit der skandalträchtigen „Gorch Fock“.

Die neue Bark „Alexander von Humboldt“ (vorn) und ihr neugebautes Nachfolgeschiff „Alexander von Humboldt II“. dpa

Die neue Bark „Alexander von Humboldt“ (vorn) und ihr neugebautes Nachfolgeschiff „Alexander von Humboldt II“.

BremerhavenMit einem großen Dreimaster verbinden viele seit dem Skandal um das Marineschulschiff „Gorch Fock“ nicht nur Seefahrerromantik, sondern den lange ungeklärten Tod einer Kadettin. Das Image des Segelns könnte jetzt aber wieder aufpoliert werden. Denn der erste Dreimaster seit der „Gorch Fock“ und seit 50 Jahren, die „Alexander von Humboldt II“, wird an diesem Wochenende in Bremerhaven getauft.

Ihre Vorgängerin mit den grünen Segeln ließ deutschlandweit Landratten durch die Fernsehwerbung für die Becks-Brauerei von Abenteuern auf hoher See träumen viele. Seit 25 Jahren bietet die Deutsche Stiftung Sail Training in Bremerhaven Jugendlichen und anderen Interessierten die Möglichkeit, auf Traditionsschiffen das Hochseesegeln zu erleben. Rechtzeitig zum Jubiläum der Stiftung ist der neue Windjammer fertig, die „Alex II“.

Die 105-jährige MS „Alexander von Humboldt“ wird außer Dienst gestellt. obs

Die 105-jährige MS „Alexander von Humboldt“ wird außer Dienst gestellt.

Das Schiff soll an diesem Samstag in Bremerhaven getauft werden. Die „Alex I“ wird im stolzen Alter von 105 Jahren in Kürze außer Dienst gestellt. Die 65 Meter lange neue „Alex“ ist seit über 50 Jahren der erste in Deutschland gebaute Dreimaster.

Die letzte Bark war die „Gorch Fock“ 1958. Der neue Dreimaster soll allerdings nicht so negativ in die Schlagzeilen kommen. Aber die neue Alex ist kein Marine-Schulschiff, sondern wird privat betragen. Segeln lernen kann man auf ihr aber trotzdem.

Die Baukosten liegen bei 15 Millionen Euro

Von außen ist sei ein Traditionssegler mit 24 Segeln. Im Inneren bietet das Schiff bei Technik und Ausstattung einen modernen Standard - Bars und Liegestühle gibt es jedoch nicht an Bord. „Die Matrosen schlafen aber nicht mehr in Hängematten wie im vorigen Jahrhundert“, sagt Albert Bote von der Stiftung Sail Training..

Es gibt Ein- bis Vier-Mann-Kabinen mit Kojen, jede Kammer hat eine eigene Dusche und Toilette. Für das Abwasser ist eine biologische Kläranlage an Bord. „Die Kombüse ist aus Edelstahl und sieht aus wie
eine kleine Großküche“, beschreibt Bote. Die Baukosten des Großseglers betragen 15 Millionen Euro. Die Summe wurde zum Großteil aus Spenden aufgebracht. Hauptsponsor ist die Sail Training Association Germany (STAG) mit ihren rund 5000 Mitgliedern.

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