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02.06.2015

07:49 Uhr

Schiffsunglück in China

Opfer in gesunkenem Schiff eingeschlossen

Nach der Havarie eines chinesischen Kreuzfahrtschiffes auf dem Jangtse-Fluss sind etliche Opfer im Rumpf des gesunkenen Schiffes eingeschlossen. Lediglich zwölf der 458 Menschen an Bord wurden inzwischen gerettet.

Schiffsunglück in China

Zahl der Toten steigt weiter

Schiffsunglück in China: Zahl der Toten steigt weiter

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PekingEin kleines Kreuzfahrtschiff mit 458 Menschen an Bord ist während eines Sturms in der Nacht zum Dienstag auf dem Jangtse-Fluss in China verunglückt. Wie der staatliche Fernsehsender CCTV am Dienstag berichtete, hörten Rettungskräfte zwölf Stunden nach dem Kentern des Schiffes, wie Überlebende im Inneren um Hilfe schrien.

Der Tod von mindestens fünf Personen wurde bestätigt, zwölf Menschen überlebten das Unglück. Unter den Geretteten waren der Kapitän und der erste Maschinist, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die meisten Passagiere auf dem größtenteils unter Wasser befindlichen Schiff sind Menschen im Alter zwischen 50 und 80 Jahren gewesen.

Fährunglücke

August 2013

Eine Fähre mit etwa 870 Passagieren an Bord stößt in der philippinischen Provinz Cebu mit einem Frachter zusammen und sinkt. Mindestens 55 Menschen kommen ums Leben, 65 werden vermisst.

Oktober 2012

Bei einer Schiffskollision in Hongkong sterben mindestens 37 Menschen. Von einem Ausflugsboot aus wollten Firmenmitarbeiter und deren Familien das Feuerwerk zum chinesischen Nationalfeiertag im Hafen ansehen. Aus unbekannter Ursache stößt das Boot mit gut 120 Menschen an Bord mit einer Fähre zusammen.

Februar 2012

Eine überladene Fähre reißt in Bangladesch auf dem Fluss Meghna viele Passagiere nach einer Kollision mit einem Frachter in die Tiefe. Von den etwa 250 Menschen an Bord können sich nur rund 40 ans Ufer retten. Erst im April 2011 waren auf dem Fluss Dutzende Menschen ertrunken, als eine Fähre auf ein Wrack auffuhr und sank. Ende 2010 waren bei drei Fährunglücken in Bangladesch binnen eines Monats mehr als 160 Menschen gestorben.

Juni 2008

Vor der philippinischen Insel Sibuyan läuft eine Fähre mit mehr als 800 Menschen an Bord während eines Taifuns nach einem Maschinenschaden auf Grund und sinkt. In den folgenden Tagen werden etwa 250 Leichen an umliegende Strände geschwemmt, mehr als 550 Menschen gelten als vermisst.

Dezember 2006

Bei stürmischem Wetter sinkt eine Fähre zwischen den indonesischen Inseln Java und Kalimantan. Mehr als 380 der 628 registrierten Menschen an Bord werden vermisst. Helfer bergen etwa 230 Überlebende aus der Javasee.

Februar 2006

Im Roten Meer sinkt eine Fähre zwischen Saudi-Arabien und Ägypten. Mindestens 1027 der 1400 Menschen an Bord sterben. Bei einem Brand des Schiffes hatte die Mannschaft vermutlich Meerwasser zum Löschen an Bord geholt und es so zum Kentern gebracht.

Fernsehbilder zeigten Einsatzkräfte in orangenen Rettungswesten auf dem umgedrehten Schiffsrumpf, der etwa einen Meter aus dem Wasser ragte. Einer der Helfer klopfte mit einem Hammer auf das Metall und wartete auf eine Antwort aus dem Inneren.

Der chinesische Regierungschef Li Keqiang machte sich auf den Weg zur Unglücksstelle. Präsident Xi Jinping ordnete an, dass ein Einsatzteam der staatlichen Führung vor Ort die Rettungsarbeiten leiten solle.

Das Rettungspersonal war bereits am Dienstagmorgen in vollem Gange, berichteten die Staatsmedien. Nebel, Wind und starker Regen erschwerten die Suche nach Überlebenden jedoch. Das Schiff sei am späten Montagabend auf dem Weg von der Stadt Nanjing stromaufwärts zur Millionenmetropole Chongqing gewesen, ehe es in der Provinz Hubei nahe Damazhou sank. Dort ist der Fluss nur etwa 15 Meter tief.

CCTV sprach von 406 chinesischen Passagieren, fünf Mitarbeitern von Reiseagenturen und 47 Besatzungsmitgliedern, die sich zu dem Zeitpunkt auf dem Boot befunden hätten.

Kommentare (1)

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Herr Carsten Hermes

02.06.2015, 17:05 Uhr

Zitat aus Artikel: "Insgesamt sollen mehr als 50 Tote und 3000 Menschen an den Such- und Rettungsarbeiten beteiligt sein."
>> Wie haben sich die Toten denn an den Such- und Rettungsaktionen beteiligt? Es ist doch immer wieder erfrischend, zu sehen, dass die Korrekturleser beim HB einige Scherze übersehen.

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