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18.06.2014

07:59 Uhr

Schiffsunglück

Malaysia kämpft mit der nächsten Katastrophe

Migranten aus Indonesien wollen zum Fastenmonat Ramadan in die Heimat zurück. Auf dem Weg von Malaysia nach Sumatra kentert ihr Boot. 66 Menschen werden vermisst. Es gab hohen Wellengang in der Region.

Eine Frau gedenkt ihrer Angehöriger: Eine Fähre mit indonesischen Einwanderern sank in malaysischen Gewässern. ap

Eine Frau gedenkt ihrer Angehöriger: Eine Fähre mit indonesischen Einwanderern sank in malaysischen Gewässern.

Kuala LumpurNach dem Kentern eines Schiffs vor der Küste Malaysias suchen Retter nach 66 Vermissten. Von ihnen fehle Stunden nach dem Unglück noch jede Spur, teilte die Seesicherheitsbehörde am Mittwoch mit. Helfer haben vor der Küste Malaysias 55 Menschen von einem sinkenden Schiff gerettet. Nach 42 Passagieren wurde rund zwölf Stunden nach dem Unglück noch gesucht, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes in Banting rund 45 Kilometer südlich der Hauptstadt Kuala Lumpur berichtete. Die Suche nach weiteren Überlebenden lief auf Hochtouren.

Das Unglück passierte nur zwei Kilometer vor der Küste von Banting, etwa 45 Kilometer westlich der Hauptstadt Kuala Lumpur. Der Notruf erreichte die Behörden um kurz nach Mitternacht. Eine Ursache für das Unglück nannten die Ermittler zunächst nicht. „In dieser Jahreszeit sind die Wellen dort sehr hoch“, sagte ein Sprecher der Behörde.

An Bord waren nach seinen Angaben überwiegend Indonesier, die wegen des Fastenmonats Ramadan in ihre Heimat zurückkehren wollten. „Sie stehen unter Schock, aber wir kümmern uns um sie“, sagte der Sprecher. Malaysia ist deutlich wohlhabender als Indonesien. In beiden Ländern wird praktisch die gleiche Sprache gesprochen. Zehntausende Indonesier arbeiten in Malaysia, davon viele illegal auf Plantagen. Sie reisen oft per Boot über die Straße von Malakka ein. Die indonesische Insel Sumatra ist kaum 60 Kilometer entfernt.


Von

dpa

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