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22.09.2013

12:54 Uhr

Schimmelbildung

Verbraucherzentrale warnt vor abgepacktem Käse

Die Verbraucherzentrale Bayern hat Schnittkäse aus dem Supermarkt untersuchen lassen. Ergebnis: Ein Großteil ist vor Ablauf der Haltbarkeitsgrenze verschimmelt. Die Verbraucherschützer warnen vor dem Verzehr.

Käse aus dem Supermarkt ist laut Verbraucherschützern oft schon vor Ablauf der Haltbarkeitsgrenze verschimmtelt. ap

Käse aus dem Supermarkt ist laut Verbraucherschützern oft schon vor Ablauf der Haltbarkeitsgrenze verschimmtelt.

BerlinSchnittkäse aus dem Supermarkt ist häufig schon vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verschimmelt und sollte nicht verzehrt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Bayern, wie die "Welt am Sonntag" berichtete. Die Verbraucherschützer kauften demnach im Großraum München 40 verschiedene Käsesorten im Handel und ließen sie beim Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung in Weihenstephan untersuchen. Ein Großteil der Käse war vor Ablauf der aufgedruckten Haltbarkeitsgrenze verschimmelt.
Der DNA-Analyse zufolge war bis auf einen Fall zwar keiner der gefundenen Schimmelpilze gesundheitsgefährdend, wie die "Welt am Sonntag" berichtete. Weil eine Unterscheidung zwischen harmlos und gesundheitsgefährdend per Augenschein aber nicht möglich sei, rate die Verbraucherzentrale, verschimmelten Käse generell nicht zu verzehren. Stattdessen sollten Verbraucher die mangelhafte Ware beim Händler reklamieren.

Als besonders schimmelanfällig erwiesen sich dem Bericht zufolge vom Handel selbst vorgeschnittene Käse, die in Selbstbedienungstheken zum Verkauf angeboten wurden. Von den 25 untersuchten Käseproben dieser Kategorie waren 60 Prozent vorzeitig verschimmelt. Deutlich besser hielt sich dagegen Käse, der bereits beim Hersteller in Schutzatmosphäre verpackt wurde. Bei ihnen fanden die Forscher lediglich in 20 Prozent der Proben vorzeitige Schimmelbildung.

"Das Mindesthaltbarkeitsdatum von frisch geschnittenem Käse muss von den Anbietern realistisch nachgebessert werden", forderte Marion Breithaupt-Endres von der Verbraucherzentrale Bayern. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels erklärte gegenüber der Zeitung, die beanstandete Schimmelproblematik könne auftreten, wenn bei der Portionierung Edelschimmel auf andere Käsesorten überspringe.

Von

afp

Kommentare (6)

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Gast

22.09.2013, 13:46 Uhr

Die Überschrift passt wohl kaum zum restlichen Text. Die warnen, logischerweise, noch viel mehr vor offener Ware.

Account gelöscht!

22.09.2013, 14:46 Uhr


... und wieder wird eine "Gesundheitsgefahr" als "Sau durchs Dorf getrieben".
*
Die Zeitungen haben offenbar keine realen Probleme mehr über die sie berichten könnten.
*
Das Leben an sich ist doch schon gefähtlich und mir kann auch ein Dachziegel auf den Kopf fallen. Trotzdem gehe ich aber noch auf die Straße.

freelancer

22.09.2013, 21:21 Uhr

Nein sie warnen vor "vom Handel selbst vorgeschnittenem Käse, der (natürlich abgepackt) in SELBSTBEDIENUNGStheken zum Verkauf angeboten wurde.

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