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03.10.2013

14:17 Uhr

Schmach für die Privaten

ARD und ZDF dominieren den Fernsehpreis

Die Privatsender gehen beim 15. Deutschen Fernsehpreis fast leer aus, die öffentlich-rechtlichen Sender räumen hingegen die Auszeichnungen ab. Schauspieler Ottfried Fischer wird für sein Lebenswerk geehrt.

Schauspieler Ottfried Fischer: Für sein Lebenswerk erhielt er die Auszeichnung in der Kategorie „Ehrenpreis der Stifter“. dpa

Schauspieler Ottfried Fischer: Für sein Lebenswerk erhielt er die Auszeichnung in der Kategorie „Ehrenpreis der Stifter“.

KölnDie öffentlich-rechtlichen Sender haben bei der 15. Verleihung des Deutschen Fernsehpreises bis auf eine Ausnahme sämtliche Preise abgeräumt. Bei der Gala am Mittwochabend in Köln ging lediglich die Auszeichnung in der Kategorie Beste Show an ProSieben und Sat.1 – für die Tanzreihe „Got to Dance“. Für sein Lebenswerk wurde Schauspieler Ottfried Fischer (59) geehrt.

Susanne Wolff wurde Deutschlands Beste Schauspielerin, Matthias Brandt Deutschlands Bester Schauspieler. Wolff, Jahrgang 1973, wurde mit dem Fernsehpreis für ihre Leistung im ARD-Drama „Mobbing“ geehrt. Sie sagte nach der Laudatio von Schauspieler-Kollegen Henning Baum: „Mein Herz rast schon seit 3 Uhr heute. Es waren schöne drei Wochen, seitdem ich von der Nominierung weiß.“ Die gebürtige Bielefelderin siegte gegen die Konkurrentinnen Nadja Uhl, Claudia Michelsen, Julia Jäger und Alice Dwyer.

Der 51-jährige Brandt erhielt die Auszeichnung für seine Leistungen in den TV-Filmen „Polizeiruf 110: Der Tod macht Engel aus uns allen“, „Polizeiruf 110: Fieber“, „Eine mörderische Entscheidung“ und „Verratene Freunde“. Brandt setzte sich gegen die Kollegen Robert Atzorn, Volker Bruch, Tom Schilling, Lars Eidinger und Jan Josef Liefers durch. Brandt sagte, er nehme „einen Preis entgegen, den es eigentlich nicht gibt. In der Reihe dieser Nominierten schon gar nicht.“

Auffällig war der Fernsehpreis, der 1999 erstmals gemeinsam von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 vergeben wurde, für das umstrittene ZDF-Format „Auf der Flucht“, in der mehr oder minder prominente Zeitgenossen in die Rollen von Flüchtlingen schlüpften. Internationale Hilfsorganisationen hatten die Reihe kritisiert. Zur Wahl in der betreffenden Kategorie Doku/Dokutainment stand das gleichfalls umstrittene RTL-II-Format „Berlin – Tag und Nacht“.

Kommentare (3)

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Lutz

03.10.2013, 14:52 Uhr

So ist es halt, die privaten müssen Geld verdienen und die ÖR bekommen es durch durch den Ablass. Und wie tief Latte muss die Latte in liegen, wenn man schon die schauspielerischen Leistungen von Ottfried Fischer ehren muss?

Das Medienvolk feiert sich halt für jeden Müll selber, anstatt sich beim Gebührenzahler zu bedanken, dass er sich mit seinem 1-€ Job die Rundfunkgebühr vom Munde abspart (Von den Lachshäppchen danach kann er nur träumen).









stetson

04.10.2013, 18:00 Uhr

@Lutz
1. Hartzer können sich von GEZ-Gebühren befreien lassen
2. Die angeführte Zielgruppe tendiert womöglich ohnehin eher zu den "Privaten", deren Niveau mittlerweile so unterirdisch ist, dass sie einen einzigen Preis gewinnen konnten
3, Was wollten Sie mit Ihrem Kommentar überhaupt sagen?

Blinse

04.10.2013, 21:43 Uhr

@stetson
"3. Was wollten Sie mit Ihrem Kommentar überhaupt sagen?"

Ich übernehm mal die Antwort: Ottfried Fischer ist ein sehr schlechter Schauspieler. Das wärs eigentlich.

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