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01.02.2005

11:58 Uhr

Schnee und Eis bringen Verkehr zum Erliegen

Auf deutschen Straßen setzt Winterchaos ein

Bei zahlreichen witterungsbedingten Unfällen kamen fünf Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Schnee, Matsch und Eisglätte haben am Dienstag den Verkehr vor allem im Süden und Osten vielerorts zum Erliegen gebracht.

Ein Schneepflug räumt im Ostallgäu bei Marktoberdorf eine schneebedeckte Straße. Foto: dpa

Ein Schneepflug räumt im Ostallgäu bei Marktoberdorf eine schneebedeckte Straße. Foto: dpa

HB HAMBURG. Allein in Bayern starben zwei Menschen bei Verkehrsunfällen. Etliche Autobahnabschnitte wurden nach starken Schneefällen gesperrt, mehrere Lastwagen blieben liegen. Ein quer stehender Laster verursachte auf der A 9 einen sieben Kilometer langen Rückstau. Am Flughafen München wurden wegen heftigen Schneefalls einige Flüge annulliert, etliche hatten Verspätungen.

Bei Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) starb ein 18 Jahre alter Mann bei einem Unfall auf spiegelglatter Fahrbahn. Wie die Polizei mitteilte, war der Fahranfänger auf der Bundesstraße B 8 vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Brückenpfeiler geprallt. Auch in Niedersachsen gerieten viele Autofahrer auf eisglatten Straßen ins Rutschen; ein Mensch kam ums Leben. Zwischen Ahlen und Sendenhorst (Nordrhein-Westfalen) erlitt ein Mann, der mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt war, tödliche Verletzungen.

Glatteis östlich von Frankfurt

Überfrierende Nässe und Glatteis führten auf der Autobahn 66 östlich von Frankfurt zu einem Verkehrschaos. Im hessischen Odenwaldkreis blieben zahlreiche Schulbusse wegen der Straßenglätte im Depot. Karambolagen auch in Bremen: In zwei Fällen erfassten Autos, die durch die Glätte ins Schleudern gerieten, Fußgänger. „Wir haben eine etwas schwierige Verkehrslage“, sagte ein Polizeisprecher. Winterliche Straßenverhältnisse bestimmten auch die Lage in Sachsen. Viele Autofahrer standen über Stunden im Stau. Betroffen waren nach Angaben des Verkehrswarndienstes vor allem das Erzgebirge und das Erzgebirgsvorland. Der Grenzübergang Zinnwald wurde wegen Schnee und Glätte gesperrt, ebenso die Bundesstraße 170 für Lastwagen im Grenzverkehr. Der Grenzübergang Schönberg musste wegen eines Unfalls voll gesperrt werden.

In Baden-Württemberg waren besonders der Norden des Bundeslandes sowie die Schwäbische Alb und das Allgäu betroffen. Ein Abschnitt der Autobahn 96 wurde bei Wangen vorübergehend gesperrt, weil ein Gefahrguttransporter umgekippt war. Die Autobahn 8 bei Stuttgart wurde nach Unfällen auf spiegelglatter Fahrbahn ebenfalls für kurze Zeit in beide Richtungen gesperrt. Der Berufsverkehr staute sich dort auf mehreren Kilometern Länge.

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