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19.01.2012

16:43 Uhr

Schnee und Eis

Verkehrschaos auf Süddeutschlands Straßen

Schnee und Eis haben am Donnerstag für Chaos auf Süddeutschlands Straßen gesorgt. In Bayern und Baden-Württemberg kam es zu hunderten Unfällen, mehrere Menschen wurden schwer verletzt.

Eisglatte Straßen haben in Süddeutschland zu zahlreichen Unfällen geführt. dpa

Eisglatte Straßen haben in Süddeutschland zu zahlreichen Unfällen geführt.

München, StuttgartIn Baden-Württemberg kam es frühmorgens zu hunderten Unfällen, bei denen nach Angaben des Landes-Innenministeriums 26 Menschen verletzt wurden, fünf von ihnen schwer. Der Sachschaden ging in Millionenhöhe, wie die Polizei mitteilte. Der Regierungsbezirk Stuttgart war besonders stark betroffen. Allein dort krachte es in der Nacht und am Morgen mehr als 300 Mal. Pendler kamen auf dem Weg zur Arbeit nur langsam voran. Streufahrzeuge arbeiteten auf Hochtouren.

In Bayern gab es vor allem in Franken, Niederbayern sowie in der Oberpfalz Rutschpartien. Mehr als 30 Mal krachte es nach Angaben der Würzburger Polizei allein in Unterfranken. „Meist waren es kleinere Unfälle“, sagte ein Polizeisprecher. In Kitzingen schlitterte ein Auto mit zwei Menschen in den Main. Der 31-jährige Fahrer verlor an einer Kreuzung die Kontrolle über den Wagen und rutschte in den Fluss. Passanten bemerkten das im Wasser treibende Auto, die alarmierten Rettungskräfte zogen den Mann und seine 35 Jahre alte Beifahrerin aus dem eiskalten Fluss. Mit einer Unterkühlung und einem Schock wurden beide ins Krankenhaus gebracht.

Schüler im niederbayerischen Riedenburg dürfte das Winterchaos freuen: Für sie fiel nach Angaben des Bayerischen Rundfunks am Donnerstag der Unterricht aus.

Kein Halten mehr gab es für ein Streufahrzeug in Ostfildern in Baden-Württemberg. Das Fahrzeug geriet beim Rückwärtsfahren auf spiegelglatter Fahrbahn selbst ins Rutschen und prallte nach rund 100 Metern gegen das Auto eines 57 Jahre alten Fahrers. Dieser erlitt eine Platzwunde am Kopf. Weil der Rettungswagen die glatte und abschüssige Straße nicht runterfahren konnte, musste ein Polizist den Verletzten zu Fuß zum Rettungswagen bringen.

Von

dpa

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