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05.03.2012

21:21 Uhr

Schneefälle

240.000 Haushalte in Frankreich und Belgien ohne Strom

Starker Schneefall hat den Norden Frankreichs vorübergehend ins Chaos gestürzt. Auch der Westen Belgiens war betroffen. Insgesamt waren rund 240.000 Haushalte zeitweise ohne Strom.

Starker Schneefall beeinträchtigte den Verkehr in Frankreich und Belgien. AFP

Starker Schneefall beeinträchtigte den Verkehr in Frankreich und Belgien.

Lille/Brüssel/ParisWegen starker Schneefälle ist am Montag in Nordfrankreich der Flughafen von Lille zeitweise geschlossen worden und 140.000 Haushalte mussten ohne Strom auskommen. Die Stromausfälle betrafen am Nachmittag die Region Nord/Pas-de-Calais, wie der Stromnetzbetreiber ERDF mitteilte. In der Region von Tournai im Westen Belgiens waren nach Angaben des Betreibers Elia 100.000 Haushalte betroffen.

Eine gerissene Oberleitung und starker Schneefall blockierten den Bahnverkehr im Norden Frankreichs am Montag stundenlang. Der Betrieb der Hochgeschwindigkeitszüge TGV am Bahnhof der Metropole Lille sei am Abend vollständig unterbrochen worden, teilte die Präfektur mit. Ein Kabel, das auf eine Oberleitung stürzte, habe die Panne verursacht. Erst spät in der Nacht dürfte sich der TGV-Verkehr wieder normalisieren. Betroffen war auch die Hochgeschwindigkeitsstrecke Brüssel-Paris. Am Flughafen von Lille-Lesquin fiel nach Angaben der Flughafenleitung rund ein dutzend Flüge aus. Der Flughafen sollte am Abend aber wieder geöffnet werden.

Auch 140.000 Haushalte in der Region um Seclin seien vom Stromausfall betroffen, hieß es. 250 Techniker waren am Abend im Einsatz, um die Leitungen zu reparieren. Auf den Straßen im Norden kam es zu Verkehrsstaus von bis zu 70 Kilometern Länge. Auf dem Flughafen der Stadt Lille mussten Start- und Landebahn geräumt werden, was den Luftverkehr behinderte.

Zuvor hatte ein mechanisches Problem an der Lokomotive einen Thalys-Schnellzug zwischen Amsterdam und Paris gestoppt. 480 Passagiere saßen nach Bahnangaben mehrere Stunden zwischen den Orten Combles und Chaulnes fest, als am Triebkopf Rauch aufstieg. Die Fahrgäste wurden mit dem hinteren Teil des Zuges zurück nach Arras geschleppt, bevor sie ihre Reise fortsetzen konnten. Der festsitzende Zug verursachte auch bei anderen Verbindungen - darunter dem Eurostar unter dem Ärmelkanal - zu Verspätungen.

Kommentare (2)

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SteuerKlasseEins

06.03.2012, 11:32 Uhr

Es kann wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis Trittin und Co. die Schuld für diese Stromausfälle den AKW geben... Wie sagte Herr Trittin in der kürzlich im Bundestag so treffend, es sei "der grösste energetische Unsinn mit Strom zu heizen". Gazprom ist da sicher gleicher Meinung.

Daddy

08.04.2012, 18:57 Uhr

Der Herr Trittin hat Recht.
Man sollte mit Grünen heizen. Umweltschonend (macht keine Randale mehr), Co2-neutral (macht keinen Mist mehr). Das einzige, was wir nicht genau wissen, aber hoffen das dem nicht so ist, das Grüne regenerativ sind.

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