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11.12.2011

12:12 Uhr

Schönheitswettbewerb

Mister Germany kommt aus Niedersachsen

Almondy Rose darf sich auf ein turbulentes Jahr mit lukrativen Werbeverträgen und Ausflügen auf den Laufsteg freuen - wenn es gut läuft. Denn Almondy ist "Mister Germany 2012".

Almondy Rose freut sich über seinen ersten Platz.

Almondy Rose freut sich über seinen ersten Platz.

LinstowAlmondy Roses Erfolg war generalstabsmäßig geplant. Und deshalb fiel von dem 26-Jährigen aus der Region Hannover wohl eine riesige Last ab, als er am Samstagabend zum Mister Germany 2012 gekürt wurde: „Endlich haben wir es geschafft“, kommentierte der Geschäftsführer einer Zahntechnik-Firma den Sieg beim Finale im mecklenburgischen Linstow.

Mit „wir“ war die Großfamilie Rose gemeint, die den Kampf um den Schönheitsthron in einem gemeinschaftlichen Kraftakt bewältigte. Denn mehrfach versuchten Familienmitglieder ihr Glück bei Schönheitswettbewerben und scheiterten.

Gegen 22.30 Uhr verkündete die Jury der Miss Germany Corporation das Urteil und der amtierende Mister Niedersachsen durfte sich schließlich die schwarz-rot-goldene Schärpe des Siegers um den Oberkörper hängen. Sprachlos war er zunächst, nachdem er für die Fotografen posierte, vor den Fernsehkameras schien er - noch völlig überrumpelt - jeden Satz herauszupressen.

Mutter, Vater und sieben Kinder in einem Haus - so wuchs Almondy Rose in der Kleinstadt Gehrden auf. Zu Hause wohnt er noch heute. Nach einer jahrelangen Beziehung ist er nun wieder Single. Das elterliche Haus wurde zuletzt zum Trainingslager umfunktioniert, erzählt sein kleiner Bruder Sunny. Der 19-Jährige scheiterte als Drittplatzierter nur ganz knapp bei der Mister-Germany-Wahl im vorigen Jahr. Nun half er seinem Bruder, indem er mit ihm viel Sport trieb.

Das machte sich bezahlt, vor allem beim Schaulaufen mit nacktem Oberkörper. Almondy Roses Sixpack brachte einige Frauen zum Kreischen. Besonders viel Gas gab aber auch beim Jubeln die Familie Rose, die gemeinsam mit Bekannten anreiste und eine ganze lange Tafel besetzte. Mit lauten Schreien feuerte sie Almondy an.

Auch Schwester Gianna unterstütze den großen Bruder schon zuvor nach Kräften. „Ich habe ihm Beauty-Tipps gegeben, und wir waren ganz viel shoppen“, sagt die 24-Jährige, die Miss Niedersachsen 2010 wurde, aber im bundesweiten Finale scheiterte. Schließlich half die ganze Familie Rose mit, Almondys Auftreten zu verbessern und machte Medientraining mit ihm, indem sie zu Hause am Küchentisch Interviewsituationen nachstellten.

Auch der Vorjahressieger Momo Durakovic gab ihm ein paar Ratschläge mit auf den Weg. Auch wenn den Sieger zunächst ein regelrechtes Mediengewitter erwarte, solle er sich immer bewusst bleiben, woher er komme, sagte Durakovic. „Man muss immer im Auge behalten: Es ist Arbeit und man ist Vorbild.“ Bodenständigkeit sei die entscheidende Eigenschaft, die sich jeder im Show-Geschäft bewahren sollte.

Almondys stolze Mutter kam nach dem Erfolg ihres Sohnes aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Sie selbst trat zu Miss-Wahlen in Hannover an und hat zugleich ein gesundes Verständnis von Schönheit: Schön sein sei immer relativ, sagt sie. „Wenn ein Mensch ein gutes Herz hat, dann hat er in den Augen automatisch auch Schönheit“.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Pro-D

11.12.2011, 12:21 Uhr

Naja, Qualität kommt nun einmal NUR aus Niedersachsen:

- Herr Wulff
- Herr Rößler
- die letzte deutsche Gewinnerin vom Grand Prix
- Volkswagen

Nun steht auch noch fest, dass die schönheiten auch aus Niedersachsen kommen.

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