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02.12.2013

17:25 Uhr

Schottland

Weitere Tote nach Hubschrauber-Absturz befürchtet

Die Zahl der Todesopfer nach dem Hubschrauber-Absturz in Glasgow ist auf neun gestiegen. Möglichst bald wollen die Rettungskräfte das Wrack aus dem Pub heben – und schließen nicht aus, dass sie darunter weitere Tote finden.

Rettungskräfte bei der Bergung des Polizeihubschraubers auf dem zerstörten Dach der Kneipe „The Clutha Vaults“. Reuters

Rettungskräfte bei der Bergung des Polizeihubschraubers auf dem zerstörten Dach der Kneipe „The Clutha Vaults“.

London/GlasgowDie Bergung eines neunten Toten nach dem Hubschrauber-Absturz im schottischen Glasgow hat die Angst vor einem weiteren Anstieg der Opferzahl geschürt. Man könne nicht ausschließen, dass noch weitere Leichen gefunden werden, erklärten die Rettungskräfte am Montag. „Wir hoffen, dass wir keine weiteren Todesopfer finden“, sagte Feuerwehrsprecher David Goodhew. Andererseits wollte er auch nicht ausschließen, dass noch Überlebende des Unglücks entdeckt werden. „Es gibt noch unzählige Trümmer unter der Einschlagstelle des Hubschraubers. Wir müssen sehr vorsichtig vorgehen.“

Drei Tage nach dem Unglück haben die Einsatzkräfte das Wrack aus dem Gebäude herausholen können. Das Wrack sei mit Hilfe eines Krans aus dem Haus gehoben worden, teilte die schottische Feuerwehr mit. Nun könnten die Einsatzkräfte tiefer in das Innere des Gebäudes vordringen.

Der Hubschrauber war am Freitagabend aus noch unbekannter Ursache auf das Dach des einstöckigen Pubs „The Clutha Vaults“ gestürzt und durch dessen Decke gebrochen. An Bord befanden sich zwei Polizisten und ein ziviler Pilot. Sie kamen ebenso ums Leben wie sechs Gäste des Lokals, in dem zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als hundert Besucher einem Konzert der Ska-Band Esperanza lauschten.

Zwölf Verletzte wurden am Sonntag noch in Krankenhäusern behandelt. Viele Menschen, die in dem Pub waren, hatten sich nach dem Unglück retten können.

Für die Rettungskräfte sei es von Anfang an am wichtigsten gewesen, die Opfer zu finden und zu bergen, sagte Fitzpatrick. „Das braucht Zeit, denn die Formalien zur Identifikation müssen eingehalten werden, bevor wir die Verwandten informieren können.“

Angehörige von Opfern beschwerten sich, dass die Bergung nicht schnell genug vonstatten gehe. „Ich finde, das dauert alles viel zu lange“, sagte Ian O'Prey, der Vater eines Vermissten, dem Sender BBC. Jede weitere Stunde, die vergehe, verringere die Chance, jemanden lebend zu finden.

Am Sonntag hatten die Menschen in Schottland getrauert und in Gottesdiensten der Opfer gedacht. Nach der Bergung soll das Wrack untersucht werden. Experten gingen zunächst von einem technischen Problem der Maschine vom Typ Eurocopter EC 135 T2 aus.

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