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16.12.2011

08:52 Uhr

Schuldspruch

„Schakal“ zu zweiter lebenslanger Haft verurteilt

Für einen Bombenanschlag, bei dem elf Menschen starben, ist der als Carlos bekanntgewordene Terrorist zu einer weiteren lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Die Verteidigung sprach von einem Skandalurteil.

„Carlos” erneut zu lebenslanger Haft verurteilt

Video: „Carlos” erneut zu lebenslanger Haft verurteilt

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ParisEiner der einst gefürchtetsten Terroristen der Welt ist wegen vier tödlicher Anschläge in den 1980er Jahren zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Pariser Sondergericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der bereits inhaftierte gebürtige Venezolaner Ilich Ramirez Sanchez für die Attentate in Frankreich verantwortlich war. Der als Carlos oder auch „Der Schakal“ bekannte Terrorist hatte jede Beteiligung abgestritten.

Carlos Anwältin Isabelle Countant-Peyre sagte der Nachrichtenagentur AP, ihr Mandant werde gegen das Urteil Berufung einlegen. Der heute 62-Jährige sei Opfer eines politisch motivierten Prozesses. Im Jahr 1994 war Carlos von dem Sudan an Frankreich überstellt worden. Wegen eines Dreifachmordes im Jahr 1975 sitzt er bereits eine lebenslange Haftstrafe in einem Pariser Gefängnis ab.

Bei den Bombenanschlägen auf französische Züge sowie einem Angriff auf das Pariser Büro einer arabischsprachigen Zeitung waren 1982 und 1983 elf Menschen ums Leben gekommen und über 140 weitere verletzt worden. Nach Angaben der Ermittler wollte Carlos mit den ersten beiden Taten seine damalige Freundin Magdalena Kopp und seinen Partner Bruno Breguet freipressen.

Von

dapd

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