Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.08.2011

09:25 Uhr

Schweigeminute

Hiroshima gedenkt der Atombombenopfer

66 Jahre nach dem Atombombenabwurf über Hiroshima und erstmals nach Fukushima haben die Einwohner der Stadt der Opfer gedacht. Ministerpräsident Naoto Kan erneuerte sein Versprechen, sich von der Atomkraft abzuwenden.

Eine Mutter und ihre beiden Kinder gedenken in Hiroshima den Opfern des Atombombenabwurfs von 1945. Quelle: AFP

Eine Mutter und ihre beiden Kinder gedenken in Hiroshima den Opfern des Atombombenabwurfs von 1945.

HiroshimaIn der japanischen Stadt Hiroshima haben Einwohner am Samstag mit einer Schweigeminute an die Opfer des Atombombenabwurfs vor 66 Jahren erinnert. Die Gedenkfeier am Morgen stand in diesem Jahr unter dem besonderen Eindruck der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi im März.

Die Schweigeminute wurde um 8.15 Uhr (Ortszeit) eingelegt - um diese Uhrzeit hatten die US-Streitkräfte am 6. August 1945 eine Atombombe über Hiroshima abgeworfen, um Japan zur Kapitulation zu zwingen. Der Angriff zum Ende des Zweiten Weltkriegs kostete bis zu 140.000 Menschen das Leben, der Großteil der Stadt wurde zerstört. Weitere 80.000 Menschen wurden am 9. August bei einem zweiten Bombenabwurf über Nagasaki getötet. Hinzu kamen Hunderttausende, die in den Jahren danach an den Folgen der Strahlung starben.    

Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan legte am Samstag im Friedenspark von Hiroshima einen Kranz mit gelben Blumen nieder. Er erneuerte das Versprechen Japans, den Horror von Hiroshima niemals zu wiederholen. Japan hat versprochen, niemals Atomwaffen zu bauen oder zu besitzen.    

In seiner Rede ging Kan auch auf die jüngste Atomkatastrophe in Fukushima-Daiichi ein. Er versprach, das Land werde sich den erneuerbaren Energien zuwenden und weniger auf die Atomkraft stützen. „Ich bedaure zutiefst, an den Sicherheitsmythos der Atomkraft geglaubt zu haben“, sagte er.    Die versammelte Menschenmenge senkte in Gedenken an die Toten den Kopf, während Tauben in die Freiheit entlassen wurden. Viele der anwesenden Menschen trugen buddhistische Gebetsperlen bei sich.

Von

dapd

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

norbert

06.08.2011, 09:56 Uhr

Gibt es beim Handelsblatt denn keine/n mehr, der eine ordentliche Schule besucht hat ?
Diese Überschrift ist ein Armutszeugnis.

steinweg

06.08.2011, 10:28 Uhr

Es ist beeindruckend, wie es die Japaner es schaffen, von dem Grund des Abwurfs zu schweigen. Kein Schuldbewusstsein, ungeleutert nach so vielen Jahren.

norbert

06.08.2011, 11:56 Uhr

Nun gut, Überschrift geändert.
Ob's zum Nachdenken führt ... ?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×