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05.01.2017

19:34 Uhr

Schwere Schäden durch „Axel“

Heftigste Ostsee-Sturmflut seit langem

Sturmtief „Axel“ verursachte zahlreiche Schäden in Deutschland. Auf Rügen und Usedom wurden Strände überspült und Teile von der Promenade weggerissen. In Lübeck und Flensburg wurden zahlreiche Autos überschwemmt.

Im Norden peitschten die Wellen, andernorts fiel Schnee oder es herrschte Eisglätte. Laut Polizei gab es keine Verletzten. Auch der berühmte Kreidefelsen von Rügen blieb unversehrt. dpa

Ostsee-Sturmflut

Im Norden peitschten die Wellen, andernorts fiel Schnee oder es herrschte Eisglätte. Laut Polizei gab es keine Verletzten. Auch der berühmte Kreidefelsen von Rügen blieb unversehrt.

Usedom/LübeckTief „Axel“ riss Strände und Dünen mit sich: Die stärkste Ostsee-Sturmflut seit mehr als zehn Jahren hat an der deutschen Küste schwere Spuren hinterlassen. Am Strand von Binz und Prora in Mecklenburg-Vorpommern brach die Düne streckenweise in einer Tiefe von drei bis acht Metern ab. Überschwemmungen hielten die Feuerwehren in Atem.

Menschen wurden nach Angaben der Polizei durch die Wassermassen nicht verletzt. Experten rechnen allerdings mit Millionenschäden. Auf Deutschland kommt von Freitag an das nächste Wetterextrem zu: Dann soll es nachts Tiefsttemperaturen von bis zu minus 25 Grad geben.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) stellte Sturmopfern Soforthilfen in Aussicht. Touristische Wahrzeichen wie Rügens Kreidefelsen oder das Holstentor in Lübeck blieben unversehrt. Leichte Schäden gab es an Deutschlands ältester Seebrücke Ahlbeck, wie Bürgermeister Lars Petersen sagte.

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Nach einem Höhepunkt in der Nacht zum Donnerstag sanken die Pegelstände entlang der Ostsee überall wieder. Während im Norden die Wellen peitschten, herrschten andernorts Schnee- und Eisglätte.

In Lübeck und Flensburg wurden viele Autos aus den Fluten gezogen. Mehrere Keller in Lübeck und Neustadt in Holstein liefen voll. In Kiel mussten mehrere Straßen für den Verkehr gesperrt werden. Zugänge zur Lübecker Altstadt waren für Fußgänger nicht mehr passierbar.

Auf Rügen und Usedom verursachte die Sturmflut größere Schäden. Nicht nur an den Stränden von Binz und Prora, auch zwischen Koserow und Zempin nahmen Steilufer in der Sturmnacht Schaden. „Wir haben vier bis fünf Meter Düne verloren“, sagte der Koserower Bürgermeister René König bei NDR 1 Radio MV.

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