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08.03.2012

20:32 Uhr

Schwerer Unfall

Arbeiter im Hochofen eines Aluminiumwerks verbrannt

Im Salzburger Aluminiumwerk SAG sind bei einem schweren Unfall zwei Mitarbeiter in einem Hochofen verbrannt. Die Männer waren dort, um an der Anlage Reparaturen auszuführen. Erst nach einigen Stunden wurden sie gefunden.

Hochofenanlage in Duisburg: In einem Salzburger Aluminiumwerk verunglückten zwei Mitarbeiter. dpa

Hochofenanlage in Duisburg: In einem Salzburger Aluminiumwerk verunglückten zwei Mitarbeiter.

Salzburg/WienBei einem schweren Unfall sind am Donnerstag im österreichischen Bundesland Salzburg zwei Arbeiter in einem Hochofen verbrannt. Die Mitarbeiter des Aluminiumwerks SAG in Lend im Pinzgau waren am Vormittag mit Reparaturen an einem Vorheiz-Ofen beschäftigt, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Nach mehreren Stunden wurden die Männer vermisst. Kollegen entdeckten am Mittag die verbrannten Körper der beiden Männer hinter der verschlossenen Schiebetür im Inneren der Anlage. In dem Ofen herrschen bei Betrieb Temperaturen von 300 bis 400 Grad.

Nach Angaben der Polizei ist der Hergang des Unfalls noch unklar. Die Leichen der beiden Männer, die 49 und 56 Jahre alt waren, seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Rätselhaft ist den Angaben zufolge vor allem, wie der Ofen in Betrieb gehen konnte und weshalb der Zugang geschlossen war, obwohl die Männer noch in der Anlage waren. Polizei und Kriminologen ermittelten nun „in alle Richtungen“, hieß es. Die Werksleitung gab zunächst keine Erklärung ab.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Freiheit

08.03.2012, 22:20 Uhr

es muß hier dringend eine Frauenquote her. Das wäre so sicher nicht passiert.

Birgit

08.03.2012, 23:37 Uhr

Tja, Frauen ändern an solchen Reparaturen auch nichts. Es wird immer alles auf die Arbeiter geschoben, um zu verschleiern, dass Manager, und zwar überall, auch in Deutschland, besonders aber in Österreich, verlangen, dass Reparaturen während des Betriebes durchgeführt werden. Ich habe schon erlebt, dass man in einer Fabrik, in der ein Arbeiter durch Gase und nicht vorhandener Masken verunfallte, die Schuld dadurch in die Schuhe geschoben hat, dass man sich noch vor der Meldung des Unfalles Masken besorgte, diese in der Nähe der Unfallstelle an die Wand montierte, und behauptete, dass der Arbeiter die Sicherheitsvorschriften missachtet habe.

Passiert bei einem deutschen Hersteller von Gipsprodukten, Dämm- und anderen Baustoffen, der weltweit produziert, in Österreich zugekauft und in den Ex-Yugoslavien-Staaten auf Kosten unserer Regierung ausgebaut hat.

Birgit

08.03.2012, 23:52 Uhr

"... vorhandener Masken verunfallte, die Schuld ..."
... vorhandene Masken verunfallte, ihm die Schuld ...

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