Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2016

13:51 Uhr

Sean Penn interviewte Drogenboss

Hollywoodstar brachte Ermittler auf die Spur von „El Chapo“

Hollywoodstar Sean Penn wurde offenbar genauestens überwacht, als er sich auf die verschlungene Reise ins Versteck des Drogenverbrechers „El Chapo“ machte. Doch der Schauspieler zeigt sich unbeeindruckt.

Am 8. Januar haben mexikanische Behörden den Drogenboss gefasst. Nur ein halbes Jahr zuvor war „El Chapo“ aus einem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen. dpa

Sinaloa-Kartell Mexiko

Am 8. Januar haben mexikanische Behörden den Drogenboss gefasst. Nur ein halbes Jahr zuvor war „El Chapo“ aus einem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen.

Mexiko-StadtHollywoodstar Sean Penn hat offenbar keine Bedenken wegen seines heimlichen Besuchs beim mexikanischen Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán. „Ich habe nichts zu verbergen“, erklärte er der Nachrichtenagentur AP am Montag per E-Mail. Zuvor war bekanntgeworden, dass der mexikanische Geheimdienst den US-Schauspieler und seine Begleiter auf dem Weg zu Guzmán offenbar beschattete und dem Schwerverbrecher so auf die Spur kam.

Darauf lassen Fotos schließen, die die mexikanische Zeitung „El Universal“ am Montag veröffentlichte. Die zehn Bilder zeigen Penn und die mexikanische Schauspielerin Kate Del Castillo, die den Kontakt zu Guzmán vermittelt hatte. Penn und Del Castillo sind an einem Flughafen zu sehen. Sie begrüßen Männer, die sie zu einem kleineren Flugfeld bringen sollten. Von dort flogen sie in den Dschungel zu Guzmán. Die mit einem Teleobjektiv aufgenommenen Bilder stammten aus einer Akte des mexikanischen Geheimdienstes, schrieb das Blatt.

Nach Flucht aus dem Gefängnis: Mexikanischer Drogenboss „El Chapo“ gefasst

Nach Flucht aus dem Gefängnis

Mexikanischer Drogenboss „El Chapo“ gefasst

Ein halbes Jahr lang narrte der Chef des Sinaloa-Kartells Militär und Polizei. Jetzt ist der mächtigste Drogenhändler der Welt den Sicherheitskräften erneut ins Netz gegangen. Ihm droht nun die Auslieferung in die USA.

Der vor einem halben Jahr aus einem Hochsicherheitsgefängnis geflohene Guzmán war am Freitag in Mexiko gefasst worden. Am Samstag veröffentlichte Penn einen Artikel für den „Rolling Stone“ über sein Treffen mit dem Drogenboss in dessen Versteck Anfang Oktober. Die mexikanischen Behörden erklärten, Penn habe sie auf die Spur von Guzmán gebracht. Allerdings verloren sie den Schwerverbrecher zwischenzeitlich wieder aus dem Blick und griffen erst vergangene Woche an einem anderen Ort zu.

Penn äußerte sich in dem kurzen E-Mail-Wechsel nicht direkt zu der Frage, ob er es für angemessen halte, dass er seinen Artikel Guzmán vorab zur Autorisierung vorlegte. Er schrieb auch nichts dazu, ob er ausreichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen habe, um seine Quelle zu schützen. In dem „Rolling Stone“-Artikel hatte er jedoch angemerkt, er habe aufwendige Vorsichtsmaßnahmen wie den Tausch seines Mobiltelefons getroffen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×