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10.11.2016

02:53 Uhr

Sechseinhalb Jahre später

„Flash Crash“-Händler bekennt sich schuldig

2010 verursachte er einen Absturz des US-Aktienmarktes: Ein Londoner Händler hat sich im sogenannten Flash-Crash-Fall schuldig bekannt und muss nun eine zweistellige Millionen-Strafe zahlen und bis zu 97 Monaten in Haft.

Zeichnung des ehemalige Londoner Händler, Navinder Sarao: Der 37-jährige hat sich vor einem US-Gericht schuldig bekannt. Er muss bis zu 97 Monate ins Gefängnis sowie eine Millionenstrafe zahlen. AP

Navinder Singh Sarao

Zeichnung des ehemalige Londoner Händler, Navinder Sarao: Der 37-jährige hat sich vor einem US-Gericht schuldig bekannt. Er muss bis zu 97 Monate ins Gefängnis sowie eine Millionenstrafe zahlen.

ChicagoSechseinhalb Jahre nach dem sogenannten Flash-Crash an der Wall Street hat sich ein Londoner Händler vor einem US-Gericht der Marktmanipulation und des Betrugs für schuldig bekannt. Der 37-jährige Navinder Sarao erklärte sich am Mittwoch einverstanden, 12,8 Millionen Dollar an die US-Regierung zu zahlen.

Richterin Virginia Kendall sagte, der Angeklagte werde zudem eine Haftstrafe von 78 bis 97 Monaten absitzen müssen. Die Höchstgrenze bei derartigen Vergehen liegt bei 30 Jahren.

Sarao wird beschuldigt, mit einem computergesteuerten Handelsprogramm zum Absturz des US-Aktienmarktes am 6. Mai 2010 beigetragen zu haben. Damals verlor der Börsenindex Dow Jones kurzzeitig rund 1000 Punkte und damit etwa zehn Prozent. Dabei gingen fast eine Milliarde Dollar an Marktkapitalisierung verloren.

Der Beschuldigte wurde bis zum Urteil gegen eine Kaution von 750.000 Dollar auf freien Fuß gesetzt, wie Kendall bekanntgab. Er darf nach London zurückkehren, wo er im Hause seiner Eltern lebt. Von dort aus tätigte er auch seine Börsengeschäfte. Er handelte mit Terminkontrakten an der Chicagoer Börse (CME).

Von

rtr

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