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22.11.2012

16:04 Uhr

Sexueller Missbrauch

Weitere Verdachtsfälle an Berliner Charité

Der mutmaßliche sexuelle Missbrauch einer minderjährigen Patientin an der Berliner Charité ist offenbar kein Einzelfall. Der tatverdächtige Pfleger soll bereits in der Vergangenheit auffällig geworden sein.

Der sexuelle Übergriff eines Pflegers soll sich in der Rettungsstelle des Krankenhauses ereignet haben. dpa

Der sexuelle Übergriff eines Pflegers soll sich in der Rettungsstelle des Krankenhauses ereignet haben.

BerlinIm Zuge der Ermittlungen um den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer 16-jährigen Patientin durch einen Pfleger an der Berliner Charité sind weitere Verdachtsfälle bekannt geworden. Der Vorstandschef des Krankenhauses, Karl Max Einhäupl, räumte am Mittwochabend ein, dass der Tatverdächtige in der Vergangenheit bereits drei Mal auffällig geworden sei. Dazu gebe es keine Akten, die Ermittlungen dauerten an. Einhäupl will die Informationspolitik der Charité nun „vom Kopf auf die Füße“ stellen.

Der Präsident der Berliner Ärztekammer, Günter Jonitz, hat die Klinikführung in Schutz genommen. Sie bemühe sich nach Kräften um ein besseres Risikomanagement, sagte Jonitz am Donnerstag im Inforadio des RBB. Aber es handele sich um die größte Universitätsklinik in Europa, was die Aufgabe erschwere.

Am Mittwoch hatte die Charité über den mutmaßlichen Missbrauch einer 16-Jährigen berichtet – erst eine Woche, nachdem sich ein Pfleger an dem Mädchen vergangen haben soll. Die Klinikleitung räumte eine Kommunikationspanne ein.

Dem 40-Jährigen Pfleger wird vorgeworfen, eine 16-Jährige in der Kinderrettungsstelle im Virchow-Klinikum missbraucht zu haben. Wie der stellvertretende Pflegedirektor Helmut Schiffer berichtete, war die Jugendliche am Mittwoch vor einer Woche kurz nach Mitternacht in der Rettungsstelle aufgenommen worden.

Der Pfleger habe ihr beim Ausziehen der Hose geholfen und sie dabei unsittlich berührt. Für kurze Zeit waren beide allein, zuvor habe das Mädchen Beruhigungsmittel genommen. Die 16-Jährige habe anschließend ihre Eltern informiert, diese sprachen jedoch erst am folgenden Nachmittag mit dem zuständigen Arzt darüber.

Kommentare (4)

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Wahrheit

22.11.2012, 09:19 Uhr

Schon wieder sexueller Mißbrauch!
SCHRECKLICH, die Fantasie geht mit den Lesern durch - ein 16 jähriges Mädchen im Krankenhaus, arglos und vermutlich betäubt. Den Fall genauer zu beschreiben wäre unsittlich und nicht auf dem Niveau einer Wirtschaftszeitung. Wenn man den Artikel ganz liest - "beim Ausziehen der Hose geholfen und sie dabei unsittlich berührt" - kurzzeitig allein. Was wirklich passierte wissen genau 2 Menschen, viel scheint es nicht gewesen zu sein, die Eltern haben sich trotz telefonischer Kenntnisnahme erst am nächsten Tag bemüht der Sache nachzugehen. Der Sachverhalt ist wohl weder die Zeilen in der Zeitung, noch dass ich hier schreibe wert. Ich möchte lediglich die Leser bei solchen "Nachrichten" dazu ermuntern die unsittliche Frage zu stellen: Was ist nun wirklich passiert?

Boltar

22.11.2012, 09:25 Uhr

Erst hieß es "Vergewaltigung einer 14-jährigen"...nun soll es ein "unsittliches Berühren einer 16-jährigen beim entkleiden" gewesen sein...

Mal abgesehen davon, daß es eine schlichte Sauerei ist hilflose Personen unsittlich zu berühren - nur frage ich mich, wenn Klinikpersonal Menschen wegen Untersuchungen entkleiden müssen, wo beginnt die "Unsittlichkeit" und wo sind Berührungen notwendig wenn der Patient dazu selber nicht in der Lage ist?

Account gelöscht!

22.11.2012, 09:49 Uhr

@Wahrheit, Was bist denn Du für ein kranker Typ? Hast wohl keine Kinder oder auch anderweitige Neigungen?

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