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07.06.2015

15:27 Uhr

Shitstorm bei Rock am Ring

„Marek, mach mein Dixie sauber“

VonJessica Springfeld

Erstmals findet Deutschlands größtes Festival in Mendig statt. Eine in Jahrzehnten gewachsene Infrastruktur und 90.000 Fans mussten an einen neuen Ort verpflanzt werden. Das funktionierte speziell zu Beginn nur leidlich.

Zahllose Rockfans stehen beim Auftritt des deutschen Rappers Marsimoto dicht gedrängt vor der Hauptbühne. dpa

Fans bei Marsimoto-Auftritt

Zahllose Rockfans stehen beim Auftritt des deutschen Rappers Marsimoto dicht gedrängt vor der Hauptbühne.

MendigIm Werbevideo zum 30jährigen Festivaljubiläum suchen Abbilder der Herr der Ringe Figuren Frodo und Gandalf den Ring. Pompös inszeniert finden sie ihn am Ende des Videoclips im „Eifelland“, in Mendig. Mendig der „neue Ring“ – das gelobte Land der Rockfans.

Außerhalb des Werbevideos ging es dann jedoch deutlich weniger pathetisch zu. Die 90.000 angereisten Fans suchten zwar auch – aber vor allem Platz für ihr Zelt, Toiletten, Duschen und Strom. Oft vergebens. Aufgrund des Feiertags und des guten Wetters waren 50.000 Gäste schon mittwochs angereist. In kürzester Zeit entlud sich ein Shitstorm in den sozialen Netzwerken.

Die ersten Posts auf der Rock am Ring Facebook Seite beklagten sich noch generell über die schlechte Organisation. Erster konkreter Krisenherd wurde dann jedoch die Parksituation. „Laufwege von circa 50 min sind leider echt zu viel, und ich zelte schon direkt am Eingang.“, schreibt ein Besucher.

„Das Auto steht mal eben 4 km weit weg vom Camping Platz. Mit dem ganzen Gepäck hin und her war einfach das Grauen!“, schreibt ein anderer. Doch hatten die Besucher – und teils ihr halber Hausstand von Bierzapfanlage bis Planschbecken – das Gelände dann einmal erreicht, nahte das nächste Problem. Es gab schlicht zu wenig Platz. „Dieses Jahr absolute Katastrophe mit den Campingflächen. Wo sollen wir denn hin? Heim fahren?“, fragt eine Festivalbesucherin fast schon verzweifelt.

Donnerstagnacht, um kurz nach halb eins, meldete sich das Organisationsteam das erste Mal zu den Vorwürfen. „Liebe Festivalfans, wir verfolgen natürlich alle Ereignisse auf dem Festivalgelände und eure Kommentare ganz genau.“ heißt es dort.

Kommentare (1)

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Herr Otto Berger

11.06.2015, 11:34 Uhr

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