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29.08.2014

18:12 Uhr

Shitstorm

Rassismus-Kritik an Reiseführer

Eine Passage im Reiseführer „Merian momente New York“ rief große Kritik hervor. Leser werfen den Autoren Rassismus vor. Der Verlag nimmt die Reaktionen ernst – und entschuldigt sich für die Formulierung.

In dem Reiseführer heißt es: „Die größte Stadt Amerikas hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert: Die Weißen stellen nur noch ein Drittel ihrer Bewohner. Kein Grund zur Sorge: New York ist heute eine der sichersten Großstädte des Landes.“ dpa

In dem Reiseführer heißt es: „Die größte Stadt Amerikas hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert: Die Weißen stellen nur noch ein Drittel ihrer Bewohner. Kein Grund zur Sorge: New York ist heute eine der sichersten Großstädte des Landes.“

Hamburg/MünchenDie Herausgeber des Reiseführers „Merian momente New York“ haben sich nach Kritik in sozialen Netzwerken für eine als rassistisch empfundene Formulierung entschuldigt. „Hinter unseren Produkten stecken Menschen, und Menschen machen Fehler“, heißt es in einer Stellungnahme des Münchner Verlags Travel House Media auf der Homepage von Merian.

In der Einleitung des Kapitels „Mein New York“ schrieb Autor Jörg von Uthmann: „Die größte Stadt Amerikas hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert: Die Weißen stellen nur noch ein Drittel ihrer Bewohner. Kein Grund zur Sorge: New York ist heute eine der sichersten Großstädte des Landes.“ Auf Twitter gab es dazu viel Kritik und den Vorwurf des Rassismus.

„Wir entschuldigen uns vielmals für diese Formulierung und nehmen die berechtigte Kritik ernst“, schrieb der Verlag. Sowohl der Autor als auch Travel House Media hätten sich auf keinen Fall rassistisch äußern wollen. Der Text sei sofort überarbeitet worden, die korrigierte Auflage werde Ende des Jahres zu kaufen sein. “Die Reihe „Merian momente“ erscheint den Angaben zufolge in Lizenz bei Travel House Media.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Renatus Isenberg

29.08.2014, 19:07 Uhr

Wir leben in einer Welt wo das Normale mit all seinen kleinen Fehlern als Angriffsziel der Leute genommen wird, die sich durch das Internet in der Realität nicht mehr wertig genug fühlen. Im Internet wird in Netzwerken nicht nachgedacht, sondern es werden Effekte verbreitet, games gespielt und Kriege als Held gewonnen. Schade, dass man im Leben arbeiten muss, etwas besonderes leisten muss, auch menschlich etwas geben muss, um anerkannt zu werden. Im Internet kann man ein brutales Schwein sein ( wie z.B. die IS Terroristen) und liebevollen Worte an seine Internet Freunde senden, die auch mit vielen "likes" antworten und immer zu Scherzen aufgelegt sind.

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