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29.01.2011

16:04 Uhr

Sicherheitsbehörden

Terroranschläge von Moskau angeblich aufgeklärt

Knapp eine Woche nach dem Selbstmordattentat mit 35 Toten auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo haben russische Fahnder die Bluttat nach eigenen Angaben weitgehend aufgeklärt. Demnach sind Männer aus dem Kaukasus für den Selbstmordanschlag verantwortlich.

Trauer um die Opfer der Terroranschläge vom Montag. DAPD

Trauer um die Opfer der Terroranschläge vom Montag.

HB MOSKAU. Die russischen Behörden haben eigenen Angaben zufolge die Identität des Selbstmordattentäters ermittelt, der bei einem Anschlag auf den Moskauer Flughafen Domodedowo am vergangenen Montag 35 Menschen mit in den Tod riss. Wie der zuständige Untersuchungsausschuss am Samstag mitteilte, handelte es sich bei dem Mann um einen 20-Jährigen aus dem Kaukasus. Nähere Angaben zur Person des Täters wurde nicht gemacht, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden. Die Drahtzieher und Mittäter würden noch gesucht, hieß es.

Laut der Mitteilung des Untersuchungsausschusses galt der blutige Anschlag vom Montag "in erster Linie ausländischen Staatsbürgern".

Es sei "kein Zufall gewesen, dass der Terrorakt in der internationalen Ankunftshalle (des Flughafens) ausgeführt wurde", hieß es. Unter den 35 Opfern des Anschlags befanden sich demnach ein Deutscher, ein Brite, ein Österreicher, ein Ukrainer, ein Usbeke und ein Mensch aus Kirgistan. Ein Toter habe aus Tadschikistan gestammt, 16 weitere aus Russland. Die anderen zwölf Opfer seien noch nicht identifiziert worden.

Zuvor war bereits vermutet worden, dass es sich bei den Drahtziehern des Anschlags, bei dem auch rund 180 Menschen verletzt wurden, um Islamisten aus der unruhigen Kaukasus-Region gehandelt haben könnte. Tschetschenische Rebellen haben in den vergangenen Jahren immer wieder tödliche Anschläge in der russischen Hauptstadt verübt, auch bereits einen auf den internationalen Flughafen Domodedowo.

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