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27.01.2004

15:30 Uhr

Sieben der acht Todesfälle sind Kinder

WHO sieht weltweite Gefahr durch Vogelgrippe

Die Weltgesundheitsorganisation WHO verschärft ihre Warnung vor einer weltweiten Grippe-Epidemie mit Millionen von Toten und bittet die Staatengemeinschaft um Unterstützung bei der Bekämpfung der in zehn Ländern Asiens grassierenden Vogelgrippe. „Das ist eine ernste Gesundheitsgefahr weltweit“, sagte WHO-Generaldirektor Lee Jong Wook.

HB HANOI/BANGKOK/GENF. Angaben zur Höhe der benötigten Finanzhilfen machte die WHO nicht. Sie bat aber um Diagnose-Ausrüstungen und Schutzkleidung für die Arbeiter, die an der Schlachtung von Hühnern beteiligt sind.

Derzeit bewege sich der beim Menschen vorkommende Virustyp H3N2 von Europa und den USA auf Asien zu, wo er auf das Geflügelpest-Virus H5N1 treffen könnte, sagte der WHO-Direktor für die Region Westpazifik, Sigeru Omi, am Dienstag in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Über eine Kreuzung beider Typen könnte eine von Mensch zu Mensch übertragbare Grippe entstehen, „die das Potenzial hat, zu einer Pandemie zu werden, die Millionen töten wird“. Bei dem Vogelgrippevirus H5N1 ist nach derzeitigem Wissen eine Ansteckung von Mensch zu Mensch im Alltag praktisch ausgeschlossen.

Es sei in vielerlei Hinsicht beispiellos, dass so viele Länder gleichzeitig von der Geflügelpest betroffen seien, sagte Omi weiter. „Die Zahl des infizierten Geflügels ist überwältigend, und je mehr Geflügel infiziert wird, um so größer wird die Chance, dass sich Menschen anstecken.“ Und je mehr Menschen sich ansteckten, desto größer werde das Risiko für die Entstehung einer von Mensch zu Mensch übertragbaren Variante.

Auch China und Laos bestätigten einen Ausbruch der Geflügelpest. Dem chinesischen Landwirtschaftsministerium ist die Tierseuche in der Südregion Guangxi aufgetreten. Laboruntersuchungen zufolge handelt es sich ebenfalls um den Virustyp H5N1. Das Geflügel in Laos scheine aber von einem weniger gefährlichen Virustyp befallen zu sein als H5N1.

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